Transrapid: Die Technik der Magnetschwebebahn - DER SPIEGEL
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Transrapid Die Technik der Magnetschwebebahn

Wie auf Luft gleiten, getragen von Magneten und angetrieben von Magneten: Länger als sieben Jahrzehnte mühen sich Ingenieure schon an diesem Prinzip ab. Die Magnetschwebebahn Transrapid ist ein Stück deutsche Technik- und Industriegeschichte zugleich.
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Ermittlungen: Am Unfallort in Lahten (Emsland) liegen Teile des Fahrgestells des Unglückszugs. Das Eisenbahnbundesamt ermittelt. Es geht dabei auch um das Sicherheitssystem - und mögliche Folgen für den Prozess der Opfer und Hinterbliebenen genen den Betreiber sowie die geplante Transrapid-Trasse in München

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Transrapid-Technik: Die Stahlbetontrasse besteht aus vertikalen Pfeilern und der eigentlichen Fahrstrecke. An deren Unterseite sind Stahlblechpakete mit Kupferdrahtwicklungen angebracht. Die breiten Kufen, die der Schwebebahn ihr typisches Aussehen verleihen, greifen um die Kanten des horizontalen Betonkörpers herum. Starke Elektromagneten in den Kufenenden hieven die Bahn nach oben.

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Querschnitt: Seitlich trägt die Betontrasse metallische Führungsschienen. Elektromagnete in der Bahn regulieren den Abstand. Strecke und Zug berühren sich dabei aber nicht. Im Prinzip zieht ein starker Magnet den Transrapid - nur dass dieser ständig in Bewegung ist. An der Stelle, an der ein Transrapid sich befindet, wird stets Strom in die Spulen geleitet, die im Fahrweg stecken. Die Trasse besteht aus einer Folge starker Elektromagneten, die sich aus und einschalten lassen. Techniker sprechen auch vom "Wanderfeld".

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Transrapid-Klon: Chinesischer Magnetschwebezug in einer Fabrik der Chengdu Aircraft Industrial Group in der Provinz Chengdu. Gut zu erkennen sind die um die Trasse greifenden Kufen, an denen die Schwebe- und Vortriebsmagneten befestigt sind. 2001 schlossen die Stadt Shanghai das Transrapid-Konsortium den Vertrag über die Flughafenanbindung per Magnetschwebebahn. Ende 2002 hatte der Transrapid in Shanghai seine Jungfernfahrt auf der ersten für den kommerziellen Betrieb gebauten Strecke - nun beginnt China, seine eigenen Schwebezüge zu bauen.

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Transrapid-Strecke im Emsland: Seit 1984 fährt die Magnetschwebebahn auf der längsten Versuchsstrecke der Welt zwischen den Gemeinden Dörpen und Lathen. Auf der 31,8 Kilometer langen Versuchsanlage erreicht die Schnellbahn Geschwindigkeiten bis zu 450 Stundenkilometern. Die Strecke mündet im Norden und Süden in zwei Wendeschleifen - dazwischen liegt ein 12 Kilometer langer Abschnitt, auf dem die Höchstgeschwindigkeiten erreicht werden.

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Produktionshalle von ThyssenKrupp Transrapid in Kassel: Arbeiter montieren die Bugsektion des "TR 09", eines Vorserienfahrzeuges für die umstrittene Transrapidstrecke zum Flughafen München. 2003 begann das Planfeststellungsverfahren für die Anbindung des Münchner Flughafens an die Innenstadt per Magnetschwebebahn - es soll die erste kommerzielle Anwendung in Deutschland werden. Im Frühjahr 2007 sollte der TR 09 auf der Versuchsstrecke im Emsland getestet werden.

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Unglückszug: Der mit 25 Besuchern besetzte Zug der führerlosen Magnetschwebebahn ist bei Lathen in Niedersachsen auf einen Werkstattwagen der Versuchsanlage geprallt.

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