Transrapid - DER SPIEGEL
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Transrapid Letzte Fahrt nach Nortrup

Der Transrapid galt als technologische Revolution. Dann passierte ein schwerer Unfall und das Schwebebahnprojekt wurde zum Milliardengrab. Nur für ein Modell gibt es bald ein glückliches Ende. Die anderen rotten vor sich hin.
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Der TR06: Einst ein Wunderwerk der deutschen Ingenieurskunst, jetzt ein trauriges Überbleibsel auf einem Hinterhof in der Nähe der ehemaligen Teststrecke des Transrapid im Emsland.

Foto: Claus Hecking
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Dabei fing es erfolgversprechend an: Nahe der Gemeinde Lathen schwebte das Vorzeigeprojekt der deutschen Hightech-Industrie - wie hier auf einem Bild aus dem Jahr 1999 zu sehen - und begeisterte Politik und Bürger.

Foto: Ingo_Wagner/ picture-alliance / dpa
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Bis zu 450 Stundenkilometer erreichte der Transrapid bei den Tests auf der 31,5 Kilometer langen Versuchsstrecke.

Foto: Carmen Jaspersen/ picture alliance / dpa
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Karl-Heinz Weber, Gemeindedirektor von Lathen, erinnert sich: "Der Zug hat unsere Region in Aufbruchsstimmung versetzt, die Politiker haben sich die Klinke in die Hand gegeben." In der Hand hält Weber ein Modell des chinesischen Transrapid.

Foto: Claus Hecking
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Denn umgesetzt wurde in Deutschland nichts von den Ideen. Nur in China ist der Transrapid als Verkehrsmittel im Einsatz (wie hier im Bild am Bahnhof Pudong in Shanghai).

Foto: AP/Guo qichang - Imaginechina
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In Deutschland war ein Transrapid-Projekt nach dem anderen gestrichen worden. Das Ende aber bedeutete ein Unglück auf der Teststrecke im Jahr 2006. Der Zug war mit mehr als 160 Stundenkilometern auf einen Werkstattwagen mit zwei Mitarbeitern an Bord geprallt.

Foto: Ingo_Wagner/ picture-alliance/ dpa
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23 Menschen kamen damals ums Leben. Fünf Kreuze erinnern heute noch an das Unglück. Seit dem Unfall durften keine Besucher mehr mit dem Transrapid fahren. 2008 beendete auch Bayern sein Projekt vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen. Das endgültige Aus für den Transrapid.

Foto: Claus Hecking
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Die Teststrecke heute. Teilweise wuchern schon Pflanzen an sie heran. Auf den Pfeilern gedeihen Flechten, Algen, Moose.

Foto: Claus Hecking
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Blick auf einen alten Transrapid 07.

Foto: Claus Hecking
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Von dem alten Glanz ist nichts mehr zu sehen.

Foto: Claus Hecking
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Nur innen sehen die Züge noch gut aus. Sie wurden ja auch kaum genutzt.

Foto: Claus Hecking
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Verrostete und verrottende Gleise.

Foto: Claus Hecking
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Nahezu makellos glänzt dagegen der letzte Transrapid. Der neu aussehende rote Zug ist der TR09, der eigentlich vom Münchener Hauptbahnhof zum Flughafen fahren sollte.

Foto: Claus Hecking
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Er ist so lang, dass er aus der Halle des alten Versuchszentrums herausragt. Er wird gerade abgebaut und soll demnächst nach Nortrup zur Wurstfabrik transportiert werden.

Foto: Claus Hecking
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Die Wurstfabrik war einst in den Händen von Hermann Kemper, dem Erfinder des Schwebezugs. Seine Urenkel, die heutigen Fabrikbesitzer, wollen den Transrapid auf dem Firmengelände aufstellen und als Raum für Besprechungen nutzen.

Foto: Kemper-Nortrup
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?