Bal Thackeray Sie nannten ihn "Sahib"
"Wir brauchen Einheiten von Selbstmordattentätern, um Indien und Hindus zu beschützen", sagte Bal Thackeray einmal. Seine Anhänger nannten ihn "Sahib", ihren Herren. Jetzt ist der Hindu-Nationalist im Alter von 86 Jahren gestorben.
Die Nachricht vom Tod Thackerays ließ Menschen weinend zusammenbrechen. Hunderte hatten vor dem Haus ausgeharrt, in der Hoffnung, ihr Idol würde wieder genesen.
In Trauer um Bal Thackeray: Sein Sohn und Nachfolger Uddhav Thackeray, umgeben von einem Blumenmeer.
Millionen von Menschen verehrten ihn, sein Wort hatte Gewicht. Bollywood-Stars feierten ihn, und Politikerkollegen fürchteten oder unterschätzten ihn.
Die Polizei von Mumbai hatte in Erwartung der Todesnachricht schon vor Tagen die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Haus Thackerays erhöht und Teile der Stadt abgeriegelt.
Bal Thackeray hatte keinen Regierungsposten inne: Und doch genügte ein Fingerzeig des Mannes mit dem grauen Bart und der übergroßen getönten Brille, und schon stand eine Armee von Straßenkämpfern bereit. Er liebte das Big Business, den Alkohol, die Zigarren, die ganz große Show.
Anhänger Bal Thackerays gedenken ihrem Herren: Die von ihm 1966 gegründete Organisation hieß Shiv Sena, "Shivajis Armee", benannt nach dem Kriegerkönig Shivaji Bhosale, der das Reich der Marathen, Vorläufer des heutigen Maharashtra, im 17. Jahrhundert gründete.