Trauermarsch in Paris "Wir sind im Kriegszustand"
Französische Flaggen und "Vive la France": Das Land demonstrierte mit einem gewaltigen Trauermarsch am Sonntag Einigkeit und Stärke.
Politikelite gegen den Terror: Staats- und Regierungschefs aus fast 50 Ländern waren vor Ort. Dabei fehlte jedoch einer: US-Präsident Barack Obama. Dieser hatte seine Solidarität mit den Franzosen erklärt, war dann aber in der Heimat geblieben. Dafür muss er sich nun Kritik gefallen lassen.
"Keine Angst" steht auf Englisch auf einem übergroßen Bleistift: Die Menge solidarisierte sich mit den "Charlie Hebdo"-Opfern.
Vereint: Bundeskanzlerin Angela Merkel traf bereits vor dem Beginn des Trauermarschs im Elysée-Palast ein, wo sie von Frankreichs Präsident Hollande empfangen wurde.
Die Welt blickt nach Paris: Genauso wie die Anteilnahme war auch das Medieninteresse gewaltig. Allein der Besuch der zahlreichen Staats- und Regierungschefs zeigte, welche Bedeutung der Marsch gegen Terrorismus hat.
Bereits vor dem Start: Hunderttausende versammelten sich zum Trauermarsch für die Opfer der islamistischen Anschläge in Paris.
Gemeinsam gegen den Hass: Joel Mergui, Präsident der Dachorganisation der Juden in Frankreich und der Vorsitzende der Pariser Moschee zeigten Einigkeit im Kampf gegen den Terror.
Stadion in Nantes: Auch Fußballspiele im ganzen Land standen unter dem Motto...
..."Je suis Charlie".
Weltweite Einigkeit im Kampf für Meinungsfreiheit: In London hielten Menschen Stifte in die Höhe - in Gedenken an die ermordeten Journalisten der Zeitschrift "Charlie Hebdo".
Mut zur Wahrheit: Die Demonstranten in Paris machten deutlich, dass sie sich nicht einschüchtern lassen wollen.
Gemeinsam im Kampf gegen den Terror: Frankreich erlebte die schwersten Anschläge - doch das Volk steht zusammen.
Im Visier der Terroristen: Das Terrornetzwerk al-Qaida hat weitere Anschläge angekündigt. "Wir befinden uns im Kriegszustand", sagte der Vorsitzende des jüdischen Dachverbands in Frankreich (Crif), Roger Cukierman, bei einem Treffen mit Staatspräsident François Hollande.
Großeinsatz: Etwa 2200 Einsatzkräfte sollten den Marsch in der Hauptstadt absichern. Zusätzlich sollten weitere 2000 Polizisten und 1350 Soldaten im Großraum Paris im Einsatz sein.
Klare Ansage: "Noch nicht einmal eingeschüchtert" steht auf dem Schild dieses Teilnehmers.
Unter strahlend blauem Himmel strömten bereits am Mittag zahlreiche Menschen in Richtung Place de la République, wo der Gedenkzug am Nachmittag unter Teilnahme von Familienmitgliedern der Opfer am Sonntagnachmittag startete.
Die Sicherheitssituation war angespannt: Knapp 50 Staats- und Regierungschefs hatten sich angekündigt, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premier David Cameron und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi, Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas.