Triaden in Hongkong "Ein Fluch für die Zivilgesellschaft"
Straßenschild im Geschäftsviertel von Hongkong: Links geht es offiziell zu Regierungsbüros - den Protestlern zufolge aber damit zwangsweise auch zu den Büros der Triaden, der Mafia. Denn die soll mit der Regierung im Bunde sein.
Die kriminellen Banden stehen unter dem Verdacht, im Auftrag der chinesischen Zentralregierung Pro-Demokratie-Aktivisten zusammengeschlagen zu haben. Am Freitag hatte es in dem Viertel Mong Kok gewalttätige Übergriffe auf die Teilnehmer eines friedlichen Sit-ins gegeben.
Bereits in der Vergangenheit soll sich Peking der Hongkonger Mafia bei Bedarf bedient haben. Die Triaden wurden im 17. Jahrhundert auf dem chinesischen Festland von Shaolin-Mönchen gegründet - ursprünglich waren sie Geheimgesellschaften (im Bild Gangmitglieder aus Guangzhou bei einem Prozess).
Demonstranten kampieren vor Regierungsgebäuden in Hongkong.
Hongkongs Führung hat der Demokratiebewegung eine Frist zur Beendigung ihrer Proteste gesetzt. Verwaltungschef Leung Chun Ying forderte die protestierenden Studenten auf, bis Montag die Straßen der Metropole zu räumen.
Leung warnte, die Situation könne "außer Kontrolle geraten", was "ernste Folgen für die öffentliche Sicherheit und die soziale Ordnung" haben würde.
Demokratie und freie Wahlen: Es ist nicht klar, wie lange die Demonstranten angesichts des Ultimatums noch die Stellung halten werden.