Erstes Zusammentreffen Trump empfängt Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den US-Präsidenten Donald Trump zu einem ersten Gespräch im Weißen Haus getroffen.
Im Oval Office kam es zu einem ersten Small Talk. Fotografen baten beide, sich noch einmal die Hände zu schütteln. Trump überhörte den Wunsch, auch als Merkel explizit noch einmal nachfragte: Der obligatorische Händedruck im Oval Office blieb aus.
Im Anschluss gab es erste Gespräche zwischen den Delegationen, zu der auf deutscher Seite auch viele Wirtschaftsvertreter gehörten.
Neben Merkel wurde Donald Trumps Tochter Ivanka platziert.
Bei der anschließenden Pressekonferenz versprach die Kanzlerin, die deutschen Verteidigungsausgaben weiter zu erhöhen.
US-Präsident Trump bekannte sich zur Nato.
Wirklich herzlich ging es nicht zu, aber das tut es selten bei der Kanzlerin. Merkel ist vorsichtig. Als sie nach Trumps Stil gefragt wird, sagt sie, dass Politiker "eben unterschiedlich" seien.
Trump wirkte bei der ersten Begegnung eher angespannt und ernst.
Der US-Präsident sicherte bei einer Pressekonferenz der Kanzlerin seine Solidarität zu, beharrte bei Handelsfragen aber auch auf eigenen Positionen.
Er wolle keine Isolation und auch keine Abschottung, sondern Fairness gegenüber den USA.
Im Hinblick auf das Einwanderungsthema und die umstrittenen Einreisedekrete blieb Trump bei seiner harten Linie. "Immigration ist ein Privileg, kein Recht", sagte der Republikaner. Die Sicherheit der Vereinigten Staaten müsse immer Vorrang haben.
Merkel sagte, Deutschland habe mit Blick auf die Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg den USA viel zu verdanken.
Das Treffen sei eine "große Freude" gewesen, sagte Merkel. "Es ist immer besser, miteinander als übereinander zu reden."
Nach der Pressekonferenz ist ein gemeinsames Mittagessen geplant, danach fliegt Trump ins Wochenende nach Florida. Insgesamt waren für den Besuch Merkels rund drei Stunden veranschlagt.