Mahnwache für Tugce Kerzen und Tränen zum Abschied
"Die Maschinen wurden abgeschaltet". Tugces Vater informierte am späten Freitagabend über den Tod seiner Tochter. Hunderte waren zu einer Mahnwache vor das Klinikgebäude in Offenbach gekommen.
Mit Luftballons und angehängten Postkarten, auf denen persönliche Botschaften standen, verabschiedeten sich Freunde und Bekannte von der jungen Studentin.
Aus ganz Deutschland waren Menschen gekommen, um ihre Solidarität zu bekunden. "Tugce, wir kämpfen mit dir", haben sie auf das Klavier geschrieben, auf dem sie Musik für die im Sterben liegende junge Studentin spielten.
Im Schein von Hunderten Kerzen hatten sich die Menschen vor dem Krankenhaus zur Mahnwache versammelt.
Mit erhobenen Kerzen sendeten die Teilnehmer einen letzten Gruß zu Tugce. Noch am Abend stellten Mediziner die lebenserhaltenden Maßnahmen ein.
Die Eltern und der Bruder schauten aus dem Klinikzimmer auf die Kerzen hinab: Sie hatten ein T-Shirt mit dem Porträt ihrer Tochter ins Fenster gehängt.
"Happy Birthday Tugce": Ausgerechnet an ihrem 23. Geburtstag wurden die Maschinen, die sie am Leben hielten, abgestellt.
Bei der Versammlung stimmte ein Klavierspieler auch ein Stück an, das Tugce selbst bei ihrer Abschiedsfeier ihrer Schulklasse vortrug.
Freundinnen und Klassenkameraden waren von Tugces Schicksal entsetzt.