Turmsiedlungen im Kaukasus Festung, Wohnung, Grab
Ruinen in Tsimiti (Kaukasus): In der russischen Republik Nordossetien-Alanien haben die Ahnen der Osseten faszinierende Siedlungen hinterlassen. Sie werden dominiert von Türmen, die zugleich als Wohnstätte und zur Verteidigung dienten.
Die kleineren Gebäude neben den Türmen sehen aus wie Wohnhäuser. Sie wurden als Grüfte genutzt.
Blick auf Tsimiti: Die Gebäude für die Verstorbenen befinden sich verteilt zwischen den Wohn- und Verteidigungstürmen.
Die wohl größte Totenstadt im Nordkaukasus befindet sich nahe der Siedlung Dargaws. Die Gebäude wurden immer wieder repariert, weshalb sie in einem besseren Zustand sind als etwa jene in Tsimiti.
In dieser kleinen Gruft in Tsimiti wurden wahrscheinlich Frauen bestattet.
Blick in eine Gruft in Tsimiti: Die Totenstädte waren auch eine Art Quarantänestation. Menschen, die an der Pest erkrankt waren, schlossen sich in den Grüften ein und verbrachten dort ihre letzten Tage.
In die Wände machten die Erbauer Löcher - dies sorgte für eine gute Ventilation. Auch dank des Klimas im Kaukasus wurden die Leichen mumifiziert.
Gruft in Dargaws: Mitunter wurden die Leichen in kleine Boote gelegt, obwohl es in der Gegend keine schiffbaren Flüsse gibt. Man glaubte wohl, dass die Seelen der Verstorbenen einen Fluss überqueren mussten, um den Himmel zu erreichen.
Verfallene Türme im Kaukasus (bei Werchnij Fiagdon): Wohntürme verfügten über bis zu vier Stockwerke. Drinnen befand sich ein Stall, eine Feuerstelle, eine Schlaffläche, eine Art Gästezimmer und eine Vorratskammer.
Skelette in Dargaws: Wenn alle Regale voll waren, wurden die am längsten darin liegenden Leichen nach unten in eine Grube befördert.