TV-Legende Bernhard Grzimek - DER SPIEGEL
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Bernhard Grzimek Ein Herz für wilde Tiere

Er liebte wilde Tiere, Scherzartikel und die Witwe seines Sohnes: 1909 wurde Tierfilmer-Legende Bernhard Grzimek geboren. Seine Biografin Claudia Sewig spricht im Interview über Triumph und Tragik des Mannes, der Schlangen, Schimpansen und Tigerbabys auf deutsche TV-Bildschirme brachte.
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Ganz schön affig: Bernhard Grzimek 1971 mit einem seiner Pfleglinge, einem jungen Orang Utan. Seine TV-Sendung "Ein Platz für Tiere" machte den studierten Tierarzt in den sechziger und siebziger Jahre zu einem der bekanntesten Deutschen - und zu einem der beliebtesten.

Foto: A1970 Dieter Klar/ dpa
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Mit dem Tele in der Wildnis: Bei den Aufnahmen von Steppentieren benutzen Bernhard Grzimeks und sein Sohn Michael - hier 1956 während der Dreharbeiten zu "Kein Platz für wilde Tiere" - Linsen von 1000 Millimeter Brennweite. So kamen einmalige Aufnahmen von freilebenden Tieren zustande.

Foto: SWR/Degeto
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Kamera-Maus: Bernhard Grzimek 1956 während der Dreharbeiten zu "Kein Platz für wilde Tiere".

Foto: SWR/Degeto
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"Kein Platz für wilde Tiere": Grzimeks TV-Sendung "Ein Platz für Tiere" war eine der populärsten Fernsehformate überhaupt - sie brachten den Bundesdeutschen die Schönheiten Afrikas direkt in die Wohnzimmer uns sensibilisierten sie für die Gefährdung der einmaligen Fauna und Flora des schwarzen Kontinents. Die Grundlage für seine Fernseherfolge schuf Grzimek mit seinem ersten Kinofilm "Kein Platz für wilde Tiere" von 1956, in dem sich diese Giraffen tummeln.

Foto: ARD/Degeto
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Vater und Sohn: Bernhard Grzimek mit Sohn Michael Grzimek in einem Szenenbild des Dokumentarfilms "Kein Platz für wilde Tiere".

Foto: ddp images
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SPIEGEL-Titel 38/1960: "Der Tier-Plauderer" - das Hamburger Nachrichtenmagazin widmete dem bekannten Tierforscher und Fernsehstar 1960 eine Titelgeschichte. Hier kommen Sie zum Inhaltsverzeichnis des SPIEGEL von damals!

Foto: DER SPIEGEL
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Knuddeltiere: Das es nichts publikumswirksameres gibt, als süße Tierbabys, wusste Bernhard Grzimek lange bevor Eisbär Knut zum Weltstar wurde.

Foto: HR/Kurt Bethke
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Tierisches Los: Bernhard Grzimek ermittelt 1985 mit Hilfe der kleinen Elefantin Zimba die Gewinner eines Preisausschreibens.

Foto: dpa
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Unterwegs in Uganda: Mit zwei bewaffneten Polizisten als Leibwächter besucht Bernhard Grzimek (r.) im Januar 1980 erstmals seit dem Ende des Bürgerkriegs in Uganda wieder den Kabalega-Nationalpark. Um sein Lebensziel, den Naturschutz, voranzutreiben, traf er sich auch mit Diktatoren wie Ugandas Tyrannen Idi Amin, was ihm viel Kritik einbrachte.

Foto: AP
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Namensgeber: Anlässlich seines 99. Geburtstags benannte die Stadt Frankfurt am 24. April 2008 eine Straße am Frankfurter Zoo in Bernhard-Grzimek-Allee um. Grizmek war erster Nachkriegsdirektor des Zoos und bekleidete diesen Posten 29 Jahre lang.

Foto: AP
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Traurige Ehrung: Bernhard Grzimek (M.), seine Frau Hildegard (l.) und Schwiegertochter Erika (r.) am 18. Januar 1962, dem dritten Todestag ihres Sohnes Michael, bei der Feier zur Umbenennung einer Schule in Berlin-Wilmersdorf in Michael-Grzimek-Schule. Michael Grzimeks war Anfang 1959 während der Drehrabeiten für "Serengeti darf nicht sterben" bei einem Flugzeugabsturz getötet worden. Bernhard Grzimek verwand den Tod seines Sohnes nie ganz.

Foto: AP
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Letzte Ruhe in Afrika: Trauergäste umringen bei der Trauerfeier für Bernhard Grzimek am 26. Mai 1987 das Grab des Tierfilmers am Rand des Ngorongoro-Kraters im Serengeti-Nationalpark in Tansania. Die Asche von Grzimek wurde dort neben seinem Sohn Michael beigesetzt, der 1959 im Alter von 24 Jahren während der Dreharbeiten für den Film "Serengeti darf nicht sterben" bei einem Flugzeuabsturz ums Leben gekommen war.

Foto: AP
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Drei Tigerbabys und zwei Stars: Bernhard Grzimek (l.), Direktor des Frankfurter Zoos, posiert Anfang Mai 1972 mit dem Sänger Ivan Rebrov und drei Sumatra-Tigerbabys, die kurz zuvor im Zoo zur Welt gekommen waren. Grzimek ließ sie auf die Namen "Ivan Rebrov", "Boris Godunov" and "Xenia" taufen - was seinen PR-Instinkt anging, war er seiner Zeit weit voraus.

Foto: AP
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Grzimek mit Frau und Schwiegertochter: 1978 heiratete der fast 70-jährige Bernhard Grzimek die Witwe seines 1959 tödlich verunglückten Sohnes Michael, Erika (l.) - hier vor ihrem gemeinsamen Haus in Frankfurt. Zuvor hatte er sich 1972 nach über 40 Jahren Ehe von seiner ersten Frau Hilde getrennt.

Foto: AP
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Affen mit Kinderstube: Zoodirektor Grzimek posiert 1969 mit einem Gorilla-Baby im neueröffneten Affenhaus des Frankfurter Zoos. Im Hintergrund die Tierpflegerin Frau Podolczak mit zwei kleinen Orang-Utans.

Foto: AP
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Auf den Arm genommen: Bernhard Grzimek mit einem Gorilla-Baby im Fernsehstudio. Fast jede Sendung moderierte das Showtalent gemeinsam mit einem exotischen Tier. Die Affen, Geparden oder Schlangen schlugen das Publikum regelrecht in den Bann - schon weil es Dank der unberechenbaren Gäste immer wieder zu ungeplanten Vorkommnissen kam.

Foto:

SWR/HR/Kurt Bethke

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Schlangenbändiger: Wenn der weißhaarige Fernseh-Professor im Fernsehstudio schon mal mit einer amerikanischen Klapperschlange hantierte, starrte die Nation gebannt auf den Bildschirm.

Foto: HR/Kurt Bethke
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Post vom Professor: Anlässlich der 100. Geburtstages von Bernhard Grzimek bringt die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke mit dem Porträt des bekanntesten deutschen TV-Tierfilmers heraus - natürlich mit einem behaarten Freund.

Foto: AP
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Post vom Professor: Eine Postkarte aus Nairobi an Georg Kleemann, den damaligen Wissenschaftsredakteur der "Stuttgarter Zeitung" und Wegbereiter des deutschen Wissenschaftsjournalismus. Selbst im afrikanischen Busch hatte Bernhard Grzimek immer seine berühmten Stempel dabei, mit denen er abgehender Post alles Mögliche aufdrückte - einschließlich Sinnsprüche.

Foto: Archiv Claudia Sewig
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?