Fernsehpannen Wenn das neue Jahr mal früher anfängt
Rede an die Bundesbürger: Kanzler Helmut Kohl während seiner Neujahrsansprache am Silvesterabend 1985. Zuschauer der ARD konnten die Rede im darauffolgenden Jahr noch einmal sehen.
TV-Panne: Bundeskanzler Helmut Kohl während seiner Neujahrsansprache am Silvesterabend 1986. Fast sieben Millionen Menschen sahen in der ARD jedoch nicht dieses Bild, sondern eine Rede, in der Kohl ihnen am Ende alles Gute für das Jahr 1986 wünschte. Viele glaubten zunächst, er habe sich versprochen.
Radiopanne: Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck konnte Ende 2009 nachempfinden, wie es Kohl am Silvesterabend 1986 ergangen sein mag. Der Radiosender SWR1 vertauschte Becks Ansprache und sendete die Vorjahresfassung vom Jahreswechsel 2008/09 statt von 2009/10. Hier eine Aufnahme vom 27. März 2011.
Panne hoch drei: Die früheren Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Sachsen, Reinhard Höppner und Kurt Biedenkopf, machten zu Neujahr 2001 unfreiwillig gemeinsame Sache...
Das Bild zeigt Biedenkopf am 14. Mai 2001 in der ZDF-Sendung "Was nun?", aufgenommen in Berlin.
...Die Dreiländer-Rundfunkanstalt MDR sendete die Ansprache Höppners und Biedenkopfs gleichzeitig. Während Höppner auf dem Bildschirm zu sehen war, hörten die Zuschauer die Stimme von Biedenkopf. Der MDR hatte Ton- und Bildleitung falsch gekoppelt.
Das Bild zeigt den damaligen Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Reinhard Höppner, am 11. Dezember 2001 in Halle.
Frühstarter: Nicht nur deutsche Politiker ereilen zu Silvester Pannen. So sendete das russische Staatsfernsehen an Silvester 2010 die Rede von Präsident Dmitrij Medwedew in einigen Regionen zu früh. Bereits um 23 Uhr wünschte der Kremlchef am 31. Dezember 2010 den Bürgern "alles Gute zum gerade begonnenen Jahr".