TV-Weihnachtsserien - DER SPIEGEL
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TV-Weihnachtsserien Anna für alle

Es war die Blütezeit des Lagerfeuer-Fernsehens: In den Achtzigern und Neunzigern gehörten Weihnachtsserien wie "Silas" und "Anna" zum festen Familienprogramm. Noch heute sind sie im kollektiven Gedächtnis verankert. Das Schicksal mancher Darsteller stimmt dagegen melancholisch.
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Die Ballerina: Die sechsteilige Serie "Anna" (1987-1988) löste unter den deutschen Mädels einen wahren Ballettboom aus, 13 Millionen Zuschauer verfolgten das Schicksal der jungen Tänzerin (gespielt von Silvia Seidel).

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Gefeierter Star: Für die Darstellung der Ballettschülerin erhielt die Münchner Schauspielerin 1987 die Goldene Kamera und 1988 den Bambi.

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Karriereknick: Ein Autounfall, den ausgerechnet noch ihr Bruder Philipp verursacht hat, scheint die Karriere der talentierten Anna abrupt zu beenden. Doch dann lernt die Balletttänzerin Rainer - gespielt von Patrick Bach - kennen und schöpft neuen Lebensmut.

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Prickelnde Begegnung: "Anna" war so erfolgreich, dass die Serie ein Jahr nach ihrer Ausstrahlung als Film in die Kinos kam, mit Patrick Bach als Rainer und João Ramos (r.) als Annas Tanzpartner Jakob.

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Gut verkauftes Lachen: Die 1979 erstmals ausgestrahlte TV-Serie um Timm Thaler, den Jungen, der sein Lachen verkaufte, gilt als erste ZDF-Weihnachtsserie. Kinderstar Thomas Ohrner (M.) verkörperte die Hauptfigur des 13-Teilers nach dem Roman von James Krüss.

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Kurier des Zaren: Die Abenteuer des tollkühnen Kämpfers "Michael Strogoff" (Raimund Harmstorf) strahlte das ZDF erstmals um die Jahreswende 1976/1977 aus. Als die Fernsehanstalt aus Angst vor zu viel Kitsch das Happy End zwischen Michael und Nadja (Lorenza Guerrieri) unterschlug, reagierten Millionen Zuschauer mit Empörung. In Frankreich und den Niederlanden sahen die Verantwortlichen dies lockerer - hier durfte der Zuschauer zum Schluss fröhliche Tränen vergießen.

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Schmerzhafte Erfahrung: Im dritten Teil blenden die Schergen des Bösewichts Khan Feofar den Kurier des Zaren mit einem glühenden Schwert. Strogoff erblindet, jedoch nur bis zum vierten Teil, wo er den Schurken Ogareff aufspürt und tötet. Auch im echten Leben war Raimund Harmstorf ein Held: Während der Dreharbeiten ließ er sich nie doubeln, was ihm Schwerthiebe, einen Anbruch der Schulter und eine Verletzung der Achillessehne einbrachte.

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Serienpionier: Die 1964 erstmals ausgestrahlte TV-Serie "Robinson Crusoe" bildete den Auftakt zu einer bis 1983 fortgeführten Reihe von Advents-Vierteilern im ZDF. Robert Hoffmann (r.) verkörperte grandios den von Daniel Defoe als Romanfigur kreierten einsamen Schiffbrüchigen.

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"Grünspan und Entendreck!" "Silas", die dritte Weihnachtsserie des ZDF, machte den damals 13-jährigen Hauptdarsteller Patrick Bach 1981 über Nacht zum Star. Reihenweise träumten die Zuschauer des Sechsteilers davon, wie Silas einfach abzuhauen und großartige Abenteuer zu erleben.

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Geheimnisträger: "Patrik Pacard" war 1984 die sechste ZDF-Weihnachtsserie. Der Sechsteiler mit Hendrik Martz in der Hauptrolle (hier gemeinsam mit seinen Film-Eltern Peter und Katrin, gespielt von Peter Bongartz und Gila von Weitershausen) lief zwischen den Feiertagen täglich gegen 18 Uhr und verzückte das deutsche Publikum.

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Waisenknabe: Seit 1982 eroberte Patrick Bach als "Jack Holborn" die Herzen einer ganzen Generation von Teenies. Die sechsteilige ZDF-Serie gehörte zu Weihnachten wie der Tannenbaum und die Gans.

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Liebes Ding: Die sechs Folgen der ZDF-Weihnachtsserie "Nesthäkchen" (als Kind gespielt von Kathrin Toboll, r.) erreichten an Weihnachten 1983 bis zu zwölf Millionen Zuschauer.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?