Typhus-Epidemie in Hannover Killerkeime aus dem Wasserhahn
Medikamente für Hannover: Auch im Ausland wurde über Hannovers Typhus-Epidemie von 1926 berichtet. In der Folge machten sich etwa Londoner Bürger mit diesem "Wohlfahrts-Bus" auf, um Antiseptika für die Stadt zu sammeln.
Bett an Bett: Krankensaal der Inneren Station des St. Josephstifts zwei Jahre nach der Epidemie. Hier wurden im August 1926 die Typhus-Opfer behandelt.
Vorsichtsmaßnahmen: An Bord eines Schiffes untersucht ein Arzt am 9. Mai 1942 Passagiere auf Symptome von Typhus. Die Krankheit, die heute in den Industrieländern allgemein sofort mit Antibiotika gestoppt wird, beginnt mit ansteigenden Temperaturen, Frösteln, Kopfschmerzen, Mattigkeit sowie Bauchschmerzen und Verstopfung. Es kommen Fieber, Verfärbungen der Zunge, Hautausschlag und evtl. auch Durchfall hinzu. Da Typhus hochansteckend ist, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders auf längeren Schiffsreisen höchste Vorsicht geboten, wenn eine Ausbreitung auf dem Schiff verhindert werden sollte.
Desinfektionskommando: Strenge Hygienemaßnahmen waren bei der Bekämpfung von Typhus-Epidemien extrem wichtig. Diese Männer in Schutzanzügen werden am 9. März 1942 in Großbritannien gründlich desinfiziert, nachdem sie im Hafen einlaufende Schiffe auf den Typhus-Erreger hin untersucht hatten.