U-864: Gift-U-Boot am Meeresgrund - DER SPIEGEL
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U-864 Gift-U-Boot am Meeresgrund

Vor Norwegen liegt das deutsche U-Boot "Caesar" auf Grund - mit 61 Tonnen Quecksilber im Bauch. Jetzt streiten Behörden und Bürger darüber, ob das hochgiftige Weltkriegs-Erbe eingemauert oder geborgen werden soll. Alle warnen vor einer Umweltkatastrophe.
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U-864 (Konstruktionszeichnung): Im Februar 1945 versenkt, sollte das Boot des Typs IX-D2 Rüstungs-Hightech nach Japan bringen. Es hatte aber auch rund 61 Tonnen giftiges Quecksilber an Bord, das nun zu Streit in Norwegen führt

Foto: SPIEGEL TV
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Probenentnahme (2005): Die Tauchroboter brachten Sedimentproben aus dem Umkreis des Wracks mit. Darin fanden Chemiker stark erhöhte Quecksilberwerte

Foto: Kystverket
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Beschädigter Behälter: Mit einer Schieblehre wird die Wanddicke einer der 1857 Flaschen von U-864 gemessen - im Bauch lagern insgesamt 61 Tonnen flüssigen Quecksilbers

Foto: AGR
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Unsicherer Behälter: Einige der Flaschen aus rostanfälligem Stahl dürften undicht sein und so die Verunreinigung um die Fundstelle herum ausgelöst haben

Foto: AGR
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Materialprüfung: Auf Dauer werden die Quecksilber-Behältnisse dem Seewasser nicht standhalten, fürchten Experten. Auf der Insel Fedje unweit der Fundstelle des Wracks sorgen sich die Menschen vor einer Kontaminierung

Foto: AGR
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Fundstelle: Die dreidimensionale Darstellung des Meeresbodens vor Fedje basiert auf Sonardaten. Deutlich zu erkennen ist die Lage von U-864 - das Boot ist in zwei Teile zerbrochen

Foto: Kystverket
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Messwerte: Die bunten Punkte zeigen die Quecksilberwerte, die in den Sedimentproben gemessen wurden. Als schwarze Umrisse sind die beiden Wrackteile zu sehen. Gelbe Punkte stehen für leicht erhöhte, rote für stark erhöhte Quecksilber-Konzentrationen

Foto: Kystverket
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Genaue Lage: Das Heck des deutschen U-Boots ragt vom Meeresboden auf. Diese Position würde eine Bergung begünstigen, bei der starke Bänder um den Rumpf gelegt würden

Foto: Kystverket
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Machbarkeitsstudie: Dieses vertrauliche Dokument des niederländischen Bergungsspezialisten Smit beschreibt die Risiken einer möglichen Bergung von U-864. Die Autoren eines Kystverket-Berichts vom Dezember 2006 halten ein solches Manöver für zu gefährlich - und empfehlen stattdessen, das Wrack mit einem Sarkophag aus Sand, Kies und Beton zu bedecken

Foto: Smit / Kystverket
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Lage des Wracks: 60°46' Nord, 04°35' Ost - an dieser Position rund zwei Seemeilen vor Fedje liegt U-864 etwa 150 Meter tief in der Nordsee. Im fast 90 Meter langen, rund 1600 Tonnen schweren Stahlkörper fanden über 70 Menschen den Tod

Foto: Kystverket
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Havarie: Der unter zypriotischer Flagge fahrende Frachter "Server" lief im Januar vor Fedje auf Grund und brach auseinander

Foto: DPA
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Verschmutzung: Bei der Havarie der "Server" liefen nach Angaben der Behörden rund 300 Tonnen Schweröl aus. An der Reinigung der verschmutzten Küste beteiligte sich auch die Firma Eide, die nun einen alternativen Vorschlag zur Bergung der U-864 veröffentlicht hat

Foto: DPA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?