U-Boot-Katastrophe - Rettung aus eisigen Tiefen - DER SPIEGEL
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U-Boot-Katastrophe Rettung aus eisigen Tiefen

33 Männer, eingesperrt in einen Stahlsarg am Boden des Atlantik: Als vor 70 Jahren die "USS Squalus" sank, galt der Untergang eines U-Boots noch als sicheres Todesurteil für die gesamte Besatzung - doch dann setzte die US-Marine eine spektakuläre Rettungsaktion in Gang.
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Erneuter Versuch: Bereits im August 1939 versuchte die Marine die gesunkene "U.S.S. Squalus" zu bergen. Das U-Boot versank jedoch immer wieder in den eisigen Fluten. Erst im September konnte sie in den Hafen von Portsmouth zurückgeschleppt werden.

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Wieder im Hafen: Die US-Marine wollte das im Mai 1939 gesunkene U-Boot nicht einfach aufgeben. Am 14. September schafften sie es schließlich, die "Squalus" zu heben und in den Hafen von Portsmouth zu schleppen.

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Bergung der "Squalus": Bis das gesunkene U-Boot endlich geborgen werden konnte, mussten 35 Taucher in 112 Tagen und 640 Tauchgängen Seile und Pontons an dem U-Boot befestigen.

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Charles B. Momsen: Der Kapitänleutnant war der Experte für Unterwasserbergungen. Gegen den anfänglichen Widerstand der Marine hatte er eine Unterwasserglocke entwickelt, mit der Überlebende von einem gesunkenen U-Boot gerettet werden konnten. Er kümmerte sich persönlich zusammen mit acht anderen Tauchern um die Bergung der "Squalus"-Überlebenden.

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"U.S.S. Squalus": Ein undatiertes Foto des Marine-U-Boots. Während einer ihrer letzten Testfahrten sank sie vor der Küste von New Hampshire. Das Hauptventil, das die Dieselmotoren bei Fahrt an der Wasseroberfläche mit Luft versorgte, war undicht.

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Die "McCann Submarine Rescue Chamber": Arbeiter bei der Wartung der 1939 gerade neu entwickelten Tauchglocke zur Bergung von Überlebenden von gesunkenen U-Booten. Am 23. Mai 1939 wurde sie zum ersten Mal eingesetzt und rettete den 33 Männern von der "U.S.S. Squalus" aus 74 Metern Tiefe das Leben. Benannt wurde sie jedoch nicht nach ihrem Konstrukteur Charles B. Momsen, sondern nach Allan McCann, der den Prototyp noch einmal überarbeitet hatte.

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Als erster am Unglücksort: Der Bergungsexperte Virgil T. Aldrich bei einem seiner Einsätze während des Zweiten Weltkriegs im Dezember 1942 in Algerien. Er war 1939 als Taucher an der Rettungsmission der "U.S.S. Squalus" beteiligt.

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Gerettet aus dem Atlantik: Gerald McLees im Mai 1989 - 50 Jahre zuvor war er mit der "U.S.S. Squalus" auf den Grund des Ozeans gesunken.

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Der eiserne Sarg: Im Hafen von Portsmouth angekommen, wurde langsam das Wasser aus dem Rumpf der Squalus gepumpt. In dem U-Boot befanden sich noch immer die Leichen von 26 Seeleuten.

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Halbmast geflaggt zur Begrüßung: 1927 sank das U-Boot "Boston" im Atlantik vor Provincetown. Zu dieser Zeit bedeutete das noch den sicheren Tod für alle Besatzungsmitglieder. So befanden sich, als die "Boston" 1928 in den Hafen von Charleston gezogen wurde, die Leichen der Seeleute noch an Bord. Nach diesem Unglück beschloss Charles B. Momsen eine Tauchglocke zu konstruieren, mit der Überlebende aus einem gesunkenen U-Boot gerettet werden könnten.

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Rettungsaktion: Bereits im August 1939 versuchte die Marine die gesunkene "U.S.S. Squalus" zu bergen. Das U-Boot versank jedoch immer wieder in den eisigen Fluten. Erst im September konnte sie in den Hafen von Portsmouth zurückgeschleppt werden.

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Erst der Anfang: Nur ein defektes Ventil verursachte das Unglück der "Squalus", so dass die marine ihr U-Boot später um jeden Preis bergen wollte. Tatsächlich konnte sie später repariert werden und überstand den Zweiten Weltkrieg unter dem Namen "Sailfish".

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Rettung naht: Sorgfältig bereitete die Crew des Bergungsschiffs "Falcon" die Tauchglocke vor, mit der ihre Kameraden von der "Squalus" gerettet werden sollten. An diesem Tag im Mai 1939 wurde sie das erste Mal eingesetzt.

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Gerettet: Am frühen Morgen des 24. Mai 1939 standen die überlebenden Crewmitglieder der "U.S.S. Squalus" müde und frierend aber glücklich an Bord ihrer Retter. In dem gesunkenen U-Boot in 74 Metern Tiefe war die Zeit knapp geworden, die Luft reichte nur noch für wenige Stunden und die Temperatur glich sich langsam der des eisigen Ozeans an.

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Repariert und startklar: Nur 51 Wochen nachdem sie auf den Grund des Atlantiks gesunken war, lag die "Squalus" im Mai 1940 wieder bereit zum Auslaufen im Hafen von Portsmouth. Das U-Boot war nun allerdings in "Sailfish" umgetauft worden.

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Angetreten an Deck: Die Mannschaft des reparierten U-Boots, das nun unter dem Namen "Sailfish" fuhr, trat am 15. Mai 1940 ihren Dienst an. Unter ihnen waren auch einige der Überlebenden des "Squalus"-Unglücks.

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Im Dock: Im September 1939 lag die gesunkene "Squalus" endlich wieder im Hafen von Portsmouth zur Reparatur im Trockendock. Die Leichen von 25 Seeleuten konnten aus dem U-Boot geborgen werden, die 26. blieb verschwunden.

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Rettung vom Meeresgrund: Eine Illustration zeigt, wie mit Hilfe der neu entwickelten Tauchglocke die Besatzungsmitglieder der gesunkenen "Squalus" gerettet werden konnten.

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Die Rettungsglocke und ihr Konstrukteur: Charles B. Momsen entwickelte etliche Geräte für Taucher und zur Unterwasserbergung. So gehörte beispielsweise die "Momsen-Lunge" bereits zur Standardausrüstung von US-U-Booten als die "Squalus" sank. Mit dem etwa vier Liter großen Gummisack konnten Verunglückte unter Wasser aus einem U-Boot aussteigen und zur Oberfläche schwimmen. Eine Kalk-Patrone im Inneren des Beutels absorbierte das Kohlendioxid aus der Luft und ermöglichte so das Atmen unter Wasser.

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Ölspur nach Abschuss: Ein getroffenes U-Boot hinterlässt eine Ölspur im Meer, so dass man den Untergang erkennen kann (Aufnahme von 1944).

Foto: Karl Schillinger
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U-Boot-Treffer: Ein U-Boot in der Nordsee wurde 1944 von einer Bombe getroffen.

Foto: Karl Schillinger
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