Udo Lindenberg in der DDR - DER SPIEGEL
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Auftritt im Osten Beckmann und Lindenberg

Acht Jahre hatte er gebaggert, dann durfte Udo Lindenberg im Oktober 1983 endlich in der DDR auftreten. TV-Moderator Reinhold Beckmann begleitete den Rocker damals als Kameraassistent, und erlebte die Propagandainszenierung der SED hautnah mit. Auf einestages erinnert er sich an den bizarren Trip in den Osten.
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Singen für die FDJ: Lange hatte Udo Lindenberg gekämpft, bis er schließlich in der DDR auftreten durfte - als sein Wunsch endlich in Erfüllung ging, war seine Show eher eine Propaganda-Inszenierung. Im Publikum saßen nur ausgewählte FDJ-Claquere, während seine echten Fans vor der Tür von der Staatsmacht gegängelt wurden.

Foto: dpa
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Das falsche Publikum: Nach langen Verhandlungen durfte Udo Lindenberg am 25. Oktober 1983 endlich im Palast der Republik in der DDR auftreten - allerdings nur vor einem ausgewählten FDJ-Publikum. Während dieses brav applaudierte, tobte draußen die Menge. Hunderte Lindenberg-Fans waren an diesem Abend gekommen und legten sich nun mit der Staatssicherheit an. 44 Menschen wurden dabei verhaftet.

Bild aus der Sendung "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR"

Foto: NDR/Reinhard Kaufhold/dpa
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Ein Brief an Honecker: Udo Lindenberg hatte lange von einem Auftritt in der DDR geträumt, doch für die Funktionäre war ein Sicherheitsrisiko. Bis Anfang der Achtziger Jahre waren seine Schallplatten sogar verboten. Im August 1983 formulierte Udos Berater Michel Gaißmayer, Westberliner SED-Mitglied mit sehr guten Kontakten zum Zentralkomitee, einen Brief an Erich Honecker. Nachdem dieser endlich persönlich zugestimmt hatte, konnte der Lindenberg in der DDR auftreten.

Nachgestellte Szene aus der Sendung "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR" am 13.01.2011, 23:30 Uhr in der ARD

Foto: NDR/beckground tv
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Überwacht: Bei Udo Lindenbergs DDR-Konzert war auch die Stasi vor Ort und machte eifrig Fotos von dem Musiker und seinen Begleitern - so auch von dem Kamerassistenten Reinhold Beckman (l. hinter Lindenberg).

Bild aus der Sendung "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR" am 13.01.2011, 23:30 Uhr in der ARD

Foto: NDR/BStU/beckground tv
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Udo Lindenberg am 25. Oktober 1983 auf dem Weg zu seinem Auftritt im Palast der Republik. Neben ihm sitzt Reinhold Beckmann (l.), damals Kameraassistent des ARD-Teams, das den Rocker zu seinem Konzert begleitete.

Bild aus der Sendung "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR" am 13.01.2011, 23:30 Uhr in der ARD

Foto: NDR/WDR/beckground tv
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Smalltalk in der VIP-Lounge: Harry Belafonte, Egon Krenz, Julie Belafonte (neben Krenz) und Udo Lindenberg im ost-westlichen Dialog 1983. Im Windschatten Belafontes durfte Lindenberg bei der FDJ für den Frieden singen. Ihm wurde dafür eine eine DDR-Tournee für 1984 versprochen - zu der es allerdings nie kam.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-1025-028

Foto: Das Bundesarchiv/Bernd Settnik
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Pressekonferenz für den Frieden: Vor dem Auftritt im Palast der Republik musste Udo Lindenberg noch zu einer Pressekonferenz in die Ostberliner Akademie der Künste. Das Konzert, bei dem auch Harry Belafonte und andere Künstler auftraten, war der Abschluss einer FDJ-Liedertournee für den Frieden. Hier stellten sich die Künstler noch einmal den Fragen der Presse (v.r.n.l.): Perry Friedmann (Kanada), Harry Belafonte (USA), Hartmut König(DDR), Janna Bitschewskaja (UdSSR) und Udo Lindenberg.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-1025-035

Foto: Das Bundesarchiv/Bernd Settnik
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