Übertriebenes Problem: Geschäfte mit der weiblichen Lust - DER SPIEGEL
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Übertriebenes Problem Geschäfte mit der weiblichen Lust

Ist den Frauen die Lust abhanden gekommen? Angeblich leiden 43 Prozent an einer mangelnden Libido. "Maßlos übertrieben", urteilen Gegner und werfen der Pharmaindustrie vor, die Krankheit erfunden zu haben. Jetzt gerät sogar die einzige, in Deutschland zugelassene Arznei in die Kritik.
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Keine Lust auf Sex: Angeblich leiden 43 Prozent der Frauen unter einer mangelnden Libido. Ärzte halten solche Zahlen für übertrieben. Gynäkologen, Psychiater und Sexualtherapeuten sind sich heute weitgehend einig, dass etwa jede zehnte Frau unter sexueller Unlust leidet.

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Pflaster gegen die Unlust: Das Testosteronpflaster Intrinsa von Procter & Gamble ist für Frauen zugelassen, die nach Entnahme ihrer Eierstöcke in die Menopause gekommen sind und unter einer mangelnden Libido leiden.

Foto: AP
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Blockbuster Viagra: Was beim Mann funktioniert, muss der Frau nicht helfen. Nach vergeblichen Versuchen, die sexuelle Lust der Frau mit dem durchblutungsfördernden Wirkstoff Sildenafil anzukurbeln, gab Hersteller Pfizer 2004 auf.

Foto: AFP
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Ultimativer Kick durch Nasenspray: Das war zumindest die Idee der Firma Palatin. Mit nur einem Hub sollte PT-141, eingebettet in ein Nasenspray, auf kurzem Weg zum Lustzentrum im Gehirn vordringen. Das tat es auch, allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Mehrere Frauen litten während der Behandlung unter Blutdruckkrisen - 2008 brach der Hersteller Palatin die klinischen Studien ab.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?