Uefa-Disziplinarkommission - DER SPIEGEL
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Uefa-Disziplinarkommission Fackeln, Schläge, Flitzer

Die EM ist noch nicht einmal in der K.o.-Runde angelangt, doch die Uefa hat bereits alle Hände voll zu tun. Randale auf den Fanrängen, fliegende Bengalos und fotografierende Flitzer halten die Disziplinarkommission auf Trab.
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11. Juni, England - Russland in Marseille (1:1) Nachdem es bereits vor der Partie in Marseille zu massiven Ausschreitungen zwischen russischen und englischen Fans gekommen war, eskalierte die Situation beim Spiel im Stadion. Russische Fans stürmten nach dem Abpfiff einen Block mit englischen Anhängern und prügelten auf die Menschen ein. Konnte die Uefa-Disziplinarkommission für die Krawalle außerhalb des Stadions mangels Befugnis noch keine Strafen aussprechen, gab es jetzt dazu die Möglichkeit: Denn bei Ausschreitungen und Regelverletzungen innerhalb der Wettkampfstätten kann die Uefa Sanktionen verhängen - was sie auch tat: Wegen des Zündens von Feuerwerkskörpern, rassistischen Verhaltens sowie der Zuschauerausschreitungen verurteilte die Kommission den russischen Verband zu einer Geldstrafe in Höhe von 150.000 Euro. Zudem drohte sie bei Wiederholung solcher Vorfälle einen EM-Ausschluss für Russland an.

Foto: Thanassis Stavrakis/ AP
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11. Juni, Albanien - Schweiz in Lens (0:1) Albanien verlor sein erstes EM-Spiel durch ein frühes Tor des Schweizers Fabian Schär und muss zudem noch Sanktionen fürchten. Der Grund: Im Fanblock wurden verbotene Banner gezeigt, zudem wurden Feuerwerkskörper und Bengalos gezündet und geworfen. Bislang hat die Disziplinarkommission noch nicht ihr Urteil gefällt, am 21. Juli ist die Verhandlung.

Foto: Rolex Dela Pena/ dpa
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12. Juni, Türkei - Kroatien in Paris (0:1) Die türkischen Fans mussten eine Auftaktniederlage gegen Kroatien hinnehmen, die Lust am Zünden von Feuerwerkskörpern war ihnen jedoch nicht vergangen. Aufgrund dieser Aktionen - und dem Werfen von Objekten - wird es wohl eine Strafe geben. Auch dieser Fall wird von der Uefa am 21. Juli verhandelt.

Foto: Christophe Ena/ AP
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12. Juni, Türkei - Kroatien in Paris (0:1) Auch die kroatischen Fans hatten in der Partie Feuerwerkskörper gezündet. Für deutlich mehr Aufsehen sorgte jedoch ein Flitzer, der nach dem Tor von Luka Modric aufs Feld lief und gemeinsam mit den Spielern über das Tor jubelte (Bild). Der Mann küsste Modric gar auf die Stirn, bevor ihn Ordner aus der Spielertraube zogen und abführten. "Ich habe erst später realisiert, dass das kein Mitspieler war", sagte Modric hinterher. "Aber ich glaube nicht, dass ich in Gefahr war. Er war friedlich und gut gelaunt." Auch die Verhandlung dieses Falls findet am 21. Juli statt.

Foto: Francois Mori/ AP
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14. Juni, Österreich - Ungarn in Bordeaux (0:2) Die Freude über den überraschenden Auftaktsieg drückten die ungarischen Fans mit dem Zünden von Feuerwerkskörpern aus. Die Strafe steht noch aus, auch ein Verhandlungstermin wurde noch nicht bestimmt.

Foto: Oliver Weiken/ dpa
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15. Juni, Rumänien - Schweiz in Paris (1:1) Auch die rumänischen Fans feierten am Rande des zweiten Gruppenspiels mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Strafe und Verhandlungstermin stehen ebenfalls noch aus.

Foto: KENZO TRIBOUILLARD/ AFP
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17. Juni, Kroatien - Tschechische Republik in Saint-Étienne (2:2) Einen besonders krassen Fall hat die Disziplinarkommission am 20. Juni zu verhandeln. Trotz einer 2:1-Führung flogen in der 86. Minute aus dem kroatischen Block mehr als ein Dutzend bengalische Feuer auf den Rasen. Ein Böller explodierte direkt neben einem Ordner. Im kroatischen Block kam es zudem zu Schlägereien. Anders als bei den bisherigen Ausschreitungen bei dieser EM gingen nicht Fans rivalisierender Mannschaften aufeinander los, sondern Anhänger aus demselben Lager. Schiedsrichter Mark Clattenburg unterbrach die Partie, später ging es weiter und endete nach einem Elfmetertreffer Tschechiens noch unentschieden. Offensichtlich handelte es sich um eine gezielte Sabotage-Aktion der Bad Blue Boys, einer Ultra-Gruppe von Dinamo Zagreb. Die Gruppe liegt im Clinch mit Dinamos Präsidenten Zdravko Mamic und mit Verbandspräsident Davor Suker.

Foto: Max Rossi/ REUTERS
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17. Juni, Türkei - Spanien in Nizza (0:3) Noch einmal die Türken: Weil die Fans am Rande der Niederlage erneut Feuerwerkskörper gezündet haben - und ein Fan versucht haben soll, den Platz zu stürmen - erwartet den Verband wohl eine Strafe. Der Verhandlungszeitpunkt ist jedoch noch offen.

Foto: Claude Paris/ AP
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18. Juni, Ungarn - Island in Marseille (1:1) Für hässliche Szenen sorgten die ungarischen Fans, die nicht nur die fast schon obligatorischen Feuerwerkskörper zündeten, sondern auch sonst negativ auffielen: Ein paar der Fans prügelten sich vor dem Anpfiff mit Ordnern und Polizisten, als sie versuchten, Absperrungen im Stadion zu überklettern. Einige Ungarn hatten auch den rechten Arm zum Faschistengruß gehoben, andere trugen T-Shirts mit nicht mehr ganz aktuellen Umrissen der Landesgrenzen. Dieser Fall wird von der Uefa dringlich behandelt, am kommenden Dienstag entscheidet die Disziplinarkommission über den Fall.

Foto: REUTERS/Jean-Paul Pelissier/ REUTERS
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18. Juni, Belgien - Irland in Bordeaux (3:0) Auch wenn es keine Krawalle gab, muss der belgische Verband mit einer Sanktion rechnen - wegen des Zündens von Feuerwerkskörpern sowie des Werfens von Objekten. Ein Verhandlungstermin steht jedoch noch nicht fest.

Foto: imago/IBL
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18. Juni, Portugal - Österreich in Paris (0:0) Es war nicht der Tag von Cristiano Ronaldo, doch nicht nur sein verschossener Elfmeter sorgte für Gesprächsstoff, sondern vor allem eine Szene nach dem Spiel. Ein Flitzer lief auf den Platz und machte ein Selfie mit dem portugiesischen Superstar. Dafür wird es nun wohl eine Strafe für Portugal von der Uefa geben.

Foto: Srdjan Suki/ dpa
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