Neue Kampfsport-Serie geplant Bis aufs Blut
Rotlichtgröße Kalle Schwensen plant eine neue Kampfserie: Er will in Deutschland die "Hardcore Fightnight" einführen.
Ähnlich wie die Ultimate Fight Championship (UFC) stellt sich Schwensen seine Serie vor: Zwei gleichwertige Kontrahenten kämpfen mit MMA-Handschuhen gegeneinander. Die Knöchel sind gepolstert, anders als beim Boxen bleiben die Finger aber frei für etwaige Haltegriffe. Die amerikanische UFC ist Marktführer im Bereich Mixed Martial Arts.
Treten ist ausdrücklich erlaubt. "Es darf nicht in die Augen gestochen oder auf den Kehlkopf geschlagen oder getreten werden. Es darf nicht tiefgeschlagen werden. Es darf nicht gebissen werden, man darf keine Haare ziehen, nicht in Körperöffnungen fassen. Ansonsten ist alles drin", sagt Schwensen.
Weil die Kämpfe bei Schwensens "Hardcore Fightnight" kein Zeitlimit haben und nur durch K.o. oder Aufgabe entschieden werden, könnte auch Blut fließen. So wie hier beim Weltergewichtler Patrick Cote im Rahmen von UFC 210.
In wichtigen Punkten unterscheidet sich Schwensens Konzept von üblichen MMA-Veranstaltungen. "Wir wollen keinen Bodenkampf. Das ist blöd für die Zuschauer. Da siehst du nur ein Knäuel am Boden. Das nervt die Leute", meint die Rotlichtgröße.
Ein weiterer Unterschied: UFC-Kämpfe werden in einem achteckigen Maschendrahtkäfig ausgetragen. Schwensens "Hardcore Fights" sollen wegen der besseren Sicht in einem Boxring stattfinden. Zum ersten Kampf der neuen Serie soll es am 10. Juni kommen.
Bei der UFC kämpfen auch Frauen wie die Bantamgewichtlerin Ketlen Vieira (links) und Ashlee Evans-Smith. Die "Hardcore Fights" sind vorerst nur für Männer geplant. "Für echte Kerle", so Schwensen.