Uganda Terror in Kampala
Dutzende Menschen kamen bei zwei Anschlägen in der ugandischen Hauptstadt Kampala ums Leben. Sicherheitskräfte haben beide Tatorte abgesperrt, hier ein Restaurant.
Ugandas Präsident Yoweri Museveni eilte in die Krankenhäuser, um die Überlebenden zu besuchen. Allein die Anzahl der Todesopfer liegt bei mehr als 70.
Zu den Anschlägen bekannte sich ein Sprecher der somalischen Miliz al-Schabaab, die der ugandischen Regierung schon seit längerem mit Terrorakten droht. Die Extremisten fordern den Abzug der 2700 ugandischen Soldaten aus Somalia, die dort im Rahmen einer afrikanischen Friedensmission stationiert sind.
Die Bomben explodierten gegen Ende des Finalspiels der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Mega-Ereignis friedlich verlaufen.
Unter den Opfern sind vor allem Ugander, aber auch etliche Ausländer aus Afrika, Europa und den USA. Die US-Bundespolizei ist ersten Angaben zufolge in die Ermittlungen eingeschaltet, die einheimischen Fahnder melden zwei Tage nach den Anschlägen mehrere Festnahmen.
Die Wucht der Detonation hat dieses äthiopische Restaurant in Kampala verwüstet.
Aufnahme des äthiopischen Restaurants kurz vor der Explosion: Fußballfans feiern ausgelassen das Finalspiel.