Ukraine: Das Leid der Alten - DER SPIEGEL
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Ukraine Das Leid der Alten

Der Konflikt in der Ukraine trifft längst die gesamte Bevölkerung im Land. Alleinstehende Alte wissen oft nicht, wie sie ihr täglich Brot bezahlen sollen. Sie haben schon einmal einen Krieg erleben müssen - jetzt kehren Ängste aus der Vergangenheit zurück.
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Der Konflikt in der Ukraine bringt für Marija und Walentyn Woloschynska noch mehr Elend und Trostlosigkeit. Mit knapp 150 Euro im Monat müssen beide überleben. "Die Lebensmittelpreise steigen und steigen", sagt die 79-Jährige.

Foto: Till Mayer
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Wenigstens die Medikamente sind kostenlos: Vor drei Jahren initiierten SPIEGEL-ONLINE-Leser mit ihren Spenden einen Medikamenten-Fonds, der es dem örtlichen Roten Kreuz ermöglicht, in größter Not zu helfen.

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Die Schwestern der Rot-Kreuz-Sozialstation Lwiw sehen, wie ihre Klienten verzweifeln. Aus Angst vor einem neuen großen Krieg und durch die Inflation, die die erbärmlichen Renten noch weiter schrumpfen lassen.

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Zu den Opfern des Maidan kommen nun die ersten gefallenen Soldaten aus Lemberg. Auf dem Lytschakiwski-Friedhof blickt ein Soldat vom Sterbebild, der noch wie ein halbes Kind wirkt.

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Wasyl Swarytsch hat als junger Mann als Mitglied der Ukrajinska Powstanska Armija, der Ukrainischen Aufstandsarmee, gegen die Sowjets gekämpft. Jetzt würde der 85-Jährige am liebsten mit einem Sprengsatz unter dem Arm in eine Stellung der Rebellen marschieren, sagt er.

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Putins Portrait auf Klopapier gedruckt: Die Stimmungslage in Lwiw ist eindeutig.

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"Hare, hare..." singen die Sektenjünger auf dem Boulevard nahe der Oper. Ihr Gesang und Getrommel wird keinen Frieden bringen.

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Im Springbrunnen vor der Oper suchen junge Schönheiten Kühlung in der Gischt. Ein friedliches Bild, das die Lage im Osten des Landes fast vergessen lässt.

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Die Jugend in Lwiw nimmt sich trotz der Krise ihr Recht, unbschwert zu sein: Nachts schickt man Papierballons in den Himmel...

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...oder man imponiert als Streetdancer der Damenwelt...

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...die wiederum beim Jungesellinnenabschied Fünfe gerade sein lässt.

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Andere Junge skandieren martialische Parolen...

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...während Darija Mychalewytsch (rechts) mit dem Verkauf von Patrioten-Keksen die ukrainische Armee unterstützen will.

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Dem bunten Treiben sehen die Blumenverkäuferinnen zu: Die Seniorinnen hoffen auf einen kleinen Zusatzverdienst zu ihrer ärmlichen Rente. Seit dem Konflikt ist das Überleben für sie noch schwerer geworden.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?