Ukraine Gefälschte Stinger-Raketen
US-Soldaten mit Stinger-Rakete (Archivbild): Die tragbare Luftabwehrrakete wird von der Schulter oder aber von Fahrzeugen aus abgefeuert. Hergestellt wird sie vom US-Unternehmen Raytheon.
Video aus dem Osten der Ukraine: Diese Kämpfer haben angeblich heimlich von den USA gelieferte Stinger-Raketen sowie andere Waffen, Munition und Rationen aus den Beständen der US-Armee entdeckt.
Angebliche Stinger-Behälter: Auf dem Holzdeckel steht "US Army", ausgepolstert sind die Kisten mit Stroh. Echte Stinger-Raketen aus US-Beständen werden eher in wiederverwendbaren Metallbehältern transportiert. Da passt dann auch die Aufschrift "REUSABLE" oder "RE-USABLE" - nicht "RE USABLE" wie hier.
An der Seite der angeblichen Waffenkiste ist die Aufschrift "DATE LOUDED" zu sehen. Auf echten Stinger-Containern steht dort "DATE LOADED".
Angebliche Stinger-Rakete: Auf der Waffe steht "TRACKING RAINER". Auf echten Stinger-Raketen können an dieser Stelle unterschiedliche Beschriftungen angebracht sein, unter anderem "TRACKING TRAINER". Ein Bild von einer Rakete mit der Aufschrift "TRACKING RAINER" findet man aber bei Google - es ist ein Waffenmodell aus dem Computerspiel "Battlefield 3". Außerdem auffällig: Neben dem zylinderförmigen Teil der Waffe rechts im Bild ist deutlich eine Schweißnaht zu sehen, die dort nicht hingehört.
Waffenmodell FIM-92 Stinger aus dem Computerspiel "Battlefield 3" von Electronic Arts: Auch hier steht auf der Waffe "TRACKING RAINER". Dieses Bild ist unter den Top-Treffern, wenn man "Stinger" in die Google-Bildersuche eingibt.
Stinger-Luftabwehrrakete in der Luft (auf dem deutschen Flugabwehrschießplatz Todendorf): Auch die Bundeswehr setzt die Raytheon-Waffen ein.