Ultra-Boss Gennaro De Tommaso: Genny der Schreckliche - DER SPIEGEL
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Italienischer Ultra-Boss Genny der Schreckliche

Das italienische Pokal-Finale in Rom ist von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Dass es dennoch ausgetragen worden ist, lag vor allem an ihm: Gennaro De Tommaso. Der Ultra-Führer des SSC Neapel ist eine der einflussreichsten Figuren im italienischen Fußball.
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Gennaro De Tommaso gilt als Boss der Fankurve des Clubs SSC Neapel - und als einer der einflussreichsten Menschen im italienischen Fußball. Seiner Familie werden Verbindungen zu zwei wichtigen Camorra-Clans nachgesagt.

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Ohne De Tommaso, genannt "Genny der Schreckliche" ("Genny a Carogna"), hätte das italienische Pokalfinale zwischen Florenz und Neapel wahrscheinlich nicht stattgefunden.

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Vor dem Endspiel war es vor dem Olympiastadion von Rom zu schweren Ausschreitungen gekommen.

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Mehrere Personen waren durch Schüsse verletzt worden.

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Ein 30 Jahre alter Neapel-Fan schwebt nach dem Angriff in Lebensgefahr. Ärzte hatten in einer Notoperation die Kugel entfernt, die seine Lunge durchschlagen und die Wirbelsäule getroffen hatte, berichteten italienische Medien.

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Auch im Stadion selbst flogen vor dem geplanten Anpfiff Feuerwerkskörper aus den Blöcken in Richtung Spielfeld, die Polizei setzte Tränengas ein.

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Neapels Kapitän Marek Hamsik versuchte die Napoli-Fans zu besänftigen und verhandelte mit Ultra-Führer De Tommaso - auch um zu verhindern, dass 70.000 zu großen Teilen gewaltbereite Zuschauer erneute Straßenschlachten entfachen.

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De Tommaso hatte zunächst auf die Absage des Spiels gedrängt, gab dann aber doch sein Okay - solange die Florenz-Fans ruhig blieben. Die Partie wurde mit einer Verspätung von 45 Minuten angepfiffen. Nun wurde der Ultra-Anführer mit einem Stadionverbot von fünf Jahren belegt. Außerdem wird gegen ihn ermittelt.

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Florenz-Coach Vincenzo Montella wirkte ob der Vorkommnisse sichtlich mitgenommen. Das Spiel, das Neapel 3:1 (2:1) gewann, geriet zur Nebensache.

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