Umar Farouk Abdulmutallab Musterschüler mit Dschihad-Phantasien
Umar Farouk Abdulmutallab wollte am 25. Dezember einen Sprengsatz an Bord eines Northwest-Jets zünden. Die Maschine war von Amsterdam auf dem Weg nach Detroit, als der Attentäter den Sprengsatz zündete. Trotzdem konnte die Maschine sicher landen.
Abdulmutallab schmuggelte seine explosive Bombenmischung in seiner Unterhose in das Flugzeug. Nach Erkenntnissen der Ermittler verwendete er den Sprengstoff Nitropenta (PETN), der seit Jahrzehnten immer wieder von Terroristen eingesetzt wird.
Britische Polizisten durchsuchen am Tag nach dem gescheiterten Attentat Abdulmutallabs Wohnung in London, wo dieser zeitweise gelebt und studiert hatte.
Auf einer dschihadistischen Web-Seite veröffentlichte al-Qaida drei Tage nach dem versuchten Anschlag ein Schreiben, in dem der verhinderte Attentäter als "heldenhafter Bruder" bezeichnet wird. Der Anschlag sei eine "direkte Reaktion" auf "US-Feindseligkeiten auf der Arabischen Halbinsel" gewesen.
Umar Farouk Abdulmutallab stammt aus wohlhabendem Hause: Er ging auf ein Internat im westafrikanischen Togo, wo dieses Foto entstand. Er war Musterschüler, studierte später in London, wo er sich vermutlich radikalisierte.
Universität von Wollongong in Dubai: Hier hatte Umar Farouk Abdulmutallab sieben Monate lang bis August 2009 Vorlesungen besucht.
Der Vater des Attentäters: Alhaji Umaru Mutallab ist Chef einer Bank und Ex-Minister. Er hatte etwa zwei Monate vor dem Anschlagsversuch die nigerianischen und kurz darauf einige ausländische Sicherheitseinrichtungen über die von seinem Sohn ausgehende Gefahr informiert.
Schulausflug nach London: Gemeinsam mit seiner Schulklasse besuchte Abdulmutallab im Jahr 2001 die britische Hauptstadt.
Protest: Die Klasse ließ sich gemeinsam mit einem Kriegsgegner vor dem britischen Parlament fotografieren.
Ernsthafter Blick: In früheren Interneteinträgen erschien Abdulmutallab noch als normaler Jugendlicher, der sich einsam fühlt, Fußball liebt und die Mannschaft von Liverpool unterstützt.
Bild von Abdulmutallab auf einer Islamisten-Web-Seite: "Lasst uns unsere Ehre und Religion retten, lasst uns auf Fußball verzichten und Sportarten treiben, die dem Islam förderlich sind." So schrieb der 23-Jährige britischen Medien zufolge jüngst im Internet.