Umweltverschmutzung in Indien - DER SPIEGEL
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Umweltverschmutzung in Indien Erst die Menschen, dann die Umwelt

Vapi ist die dreckigste Stadt Indiens: Chemieunternehmen, Pharmafirmen und Färbereien blasen Gift in den Himmel, verseuchen den Fluss. Im Krankenhaus japsen Kinder nach Luft - doch ihre Eltern fordern, dass der Industrie weniger Umweltschutz-Auflagen gemacht werden.
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Der Himmel über Vapi: Es ist nicht etwa Nebel oder morgendlicher Dunst, der über der Stadt steht. Die Industrieabgase hängen wie eine giftige Glocke über der 160.000-Einwohner-Stadt.

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Die Luft in Vapi ist derart verschmutzt, dass sich auf geparkten Autos in kurzer Zeit eine dicke Schicht giftiger Ruß absetzt.

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Nur mit einem Papier-Mundschutz geschützt schaufeln Arbeiter auf dem Gelände des Düngermittelhersteller United Phosphorus giftgrüne Chemikalien in Säcke.

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Es gibt nur ein Klärwerk für sämtliche Industrieabwässer in Vapi. Selbst Wirtschaftsvertreter geben zu, dass es seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Die notdürftig geklärten Industrieabwässer werden nicht weit vom Stadtzentrum in den Fluss Damanganga eingeleitet.

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Der viereinhalbjährige Kavyr muss regelmäßig mit Asthma im Krankenhaus behandelt werden. Seine Mutter Sunal schreibt die Beschwerden ihres Sohnes der Umweltverschmutzung in Vapi zu. Trotzdem ist sie gegen Auflagen für die Industrie. "Die Regierung muss unsere Arbeitsplätze schützen. Erst die Menschen, dann die Umwelt", sagt die Mutter.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?