Unesco ernennt Welterbe-Stätten - DER SPIEGEL
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Unesco Diese Stätten kommen auf die Welterbeliste

Was zählt zum Welterbe und was nicht? Diese schwierige Entscheidung musste eine Kommission der Unesco bei ihrer Tagung in Istanbul treffen. Für welche Stätten sie sich entschieden hat, sehen Sie hier.
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Der Architekt Le Corbusier (1887-1965) wurde bereits zum dritten Mal für sein Werk nominiert. Sein wahrscheinlich berühmtestes Gebäude ist die Kapelle Notre Dame du Haut in Ronchamp bei Belfort in Frankreich.

Foto: DPA/ Paul Koslowsky/ FLC/ ADAGP
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Als herausstechende Beispiele für Le Corbusiers Wirken wurden nun Gebäude in Stuttgart, Frankreich, aber auch in Argentinien, Belgien, Indien, Japan und der Schweiz zum Welterbe ernannt.

Foto: Franziska Kraufmann/ dpa
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Ausgrabungsstätte im nordostindischen Bundesstaat Bihar: In der Ruinenstadt Nalanda befand sich die größte buddhistische Universität, zu der Mahayana-Studenten von weither pilgerten. Sie wurde wohl im 12. Jahrhundert im Zuge der islamischen Eroberung Indiens zerstört und nun ebenfalls zum Welterbe ernannt.

Foto: DPA/ Rajneesh Raj
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Auch eine frisch ernannte Welterbestätte: Die Ruinenstadt Nan Madol auf Pohnpei, einer der Pazifikinseln von Mikronesien. Sie wurde zwischen 1200 und 1500 nach Christus auf 99 künstlich angelegten Inseln auf einem Korallenriff errichtet.

Foto: DPA/ Osamu Kataoka
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Amphitheater im griechischen Philippi. Die 356 vor Christi Geburt gegründete Stadt in der Nähe des heutigen Kavala umfasst hellenistische und römische Bauten. Die Unesco entschied sich dafür, sie in die Welterbeliste aufzunehmen.

Foto: DPA/ Achilleas Savvopoulos/ Hellenic Ministry of Culture and Sports
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Im Jahre 49 und 50 nach Christus missionierte der Apostel Paulus die Philipper, und die Stadt wurde zu einem frühen Zentrum des christlichen Glaubens, wovon unter anderem diese Reste einer Basilika zeugen.

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Die Region in der Nähe der andalusischen Stadt Antequera ist schon landschaftlich sehr beeindruckend: Im Naturschutzgebiet El Torcal führten Wasser und Verwitterung zu kuriosen Gesteinsformen. Doch auch Menschen haben hier Spuren hinterlassen.

Foto: DPA/ Javier Pérez González/ Conjunto Arqueológico Dólmenes de Antequera
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Die Unesco nahm die Dolmen von Antequera, drei Grabstätten aus der Jungsteinzeit, nun in die Kulturabteilung in der Welterbeliste auf. Auf dem Bild besucht Spaniens Premierminister Rajoy den Dolmen de Menga.

Foto: © Jon Nazca / Reuters/ REUTERS
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Felszeichnungen am Berg Huashan in China, ebenfalls eine neue Welterbestätte: An 38 Stellen in Südchina im Gebiet um den Zuojiang-Fluss sind in den Steinen noch Illustrationen des Lebens und der Rituale des Luoyue-Volks zu finden, die vom 5. Jahrhundert vor Christus bis zum 2. Jahrhundert nach Christi Geburt stammen.

Foto: DPA/ Zhu Qiuping
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Die historische Stadt Ani, heute im Nordosten der Türkei gelegen, wurde im Jahre 961 zur Hauptstadt des armenischen Königreichs erklärt, Höhepunkt einer zwei Jahrhunderte andauernden Blütezeit, deren Ende die mongolische Invasion und ein Erdbeben 1319 einleiteten. Heute ist es eine Geisterstadt und eine eindrucksvolle archäologische Stätte, die fortan zum Welterbe gehört.

Foto: DPA/ Fahriye Bayram
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Hier lebten die Neandertaler und hinterließen sogar Kunstwerke: Die Gorham-Höhle im Küstengebirge von Gibraltar offenbart Archäologen Eindrücke über die Lebensweise der Verwandten der heutigen Menschen: Sie züchteten Tauben als Nahrung und schmückten ihre Höhle mit Einkerbungen. Den Höhlenkomplex ernannte die Unesco ebenfalls zum Welterbe.

Foto: DPA/ Clive Finlayson/ Gibraltar Museum
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Ein Beispiel historischer Kolonialarchitektur wird auf der Karibikinsel Antigua hervorgehoben: Die Hafenanlage English Harbour (im Bild der Naturhafen Nelson's Dockyard) wurde besonders im 18. Jahrhundert ausgebaut und ist für die Welterbeliste nominiert.

Foto: DPA/ Nicola & Reg Murphy
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Auch das Werk des Architekten Frank Lloyd Wright (1867-1959) soll in die Welterbeliste aufgenommen werden. Er baute in den USA Schlüsselwerke der Modernen Architektur wie etwas das Guggenheim-Museum in New York mit seiner charakteristischen spiralförmigen Rampe.

Foto: DPA/ David Heald/ Solomon R. Guggenheim Museum
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Mittelalterliche Grabsteine in der Nekropolis Cengica Bara in Kalinovik in Bosnien-Herzegowina. Diese typischen Grabsteine, Stecci genannt, waren weit auf dem Balkan verbreitet. 30 Stätten aus vier heutigen Staaten sollen dem Kulturerbe hinzugefügt werden.

Foto: DPA/ Adnan Sahbaz
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Kirche des Heiligen Franziskus von Assisi in Pampulha in Brasilien, 1943 erbaut vom großen Architekten Oscar Niemeyer. Um den künstlich angelegten Pampulha-See entstand ein Freizeitzentrum für die Bewohner Belo Horizontes, mit Casino, Ballsaal und Yachtclub - alles in modernem Architektur- und Landschaftsdesign.

Foto: DPA/ Pedro Morais
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Neben diesen Kulturerbe-Nominierungen gibt es noch vier Vorschläge, in denen Natur und Kultur gemeinsam ein besonders schützenswertes Ensemble ergeben. Dazu zählt das Ennedi-Massiv im Tschad - ein riesiger Sandsteinkomplex inmitten der Sahara. Dort finden sich auch prähistorische Felsbilder.

Foto: DPA/ Comité Technique/ Sven Oehm
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Die Schahzadeh-Gärten in Mahan im Iran: Nominiert ist hier die Wassergewinnung durch Qanate. Die Kanalsysteme verteilen Frischwasser durch Stollen mit geringem Gefälle auch in Wüstengebieten. Elf solcher Einrichtungen wurden unter über 37.000 im ganzen Iran fürs Welterbe ausgewählt.

Foto: DPA/ S.H. Rashedi
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Das Zusammenspiel einer besonderen Landschaft, der Marschen und Sümpfe im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, und der historischen Städte Uruk und Ur, bedeutende Ausgrabungsstätten für die sumerische Zeit, soll durch diese irakische Nominierung gewürdigt werden.

Foto: DPA/ Qahtan Al-Abeed
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Der Kangchendzönga-Nationalpark im Himalaya-Gebiet von Nordindien: Die Gebirgslandschaft gewinnt ihre kulturelle Bedeutung aus ihrer Abgelegenheit. Buddhistische Schlüsseltexte bezeichnen die Region als "Beyul", als verstecktes Land.

Foto: DPA/ FEWMD
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Mit Pimachiowin Aki, gelegen in den kanadischen Provinzen Manitoba und Ontario, wird eine zusammenhängende Taiga-Landschaft nominiert, die sich über die Fläche Dänemarks ausbreitet. Dort siedeln Anishinabe-Indianervölker und führen eine eng mit der Landschaft verbundene Lebensweise, deren Praktiken und Siedlungen zum Welterbe aufgenommen werden sollen.

Foto: Pimachiowin Aki/ UNESCO
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