Ungarischer Judenretter Károly Szabó - DER SPIEGEL
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Das Geheimnis meines Vaters Retter in Gestapo-Kluft

Er war neun Jahre alt, als sein Vater 1953 für Monate in den Folterkellern der ungarischen Staatssicherheit verschwand: Doch Tamás Szabó erfuhr nie, warum. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs fand er in jahrelanger Recherche heraus, dass sein Vater ein Held war - und Opfer einer perfiden Intrige.
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Familienidylle: Der etwa vierjährige Tamás Szabó, aufgenommen 1948 mit seinen Eltern bei einem Ausflug in den Bergen um Budapest. Fünf Jahre später war es mit dem harmonischen Familienleben vorbei, als Károly Szabó am 7. April 1953 auf seinem Weg zur Arbeit verhaftet wurde.

Foto: Tamas Szabo
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Freunde: Pál Szalai (links) im Alter von 14 Jahren, und der ein Jahr jüngere Károly Szabó posieren am 26. Mai 1929 als Pfadfinder. Später im Krieg sollte sich Károly auf seinen Jugendfreund verlassen können.

Foto: Tamas Szabo
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Annäherung ans Regime: Im August 1938 stehen Ungarns Staatschef Miklós Horthy und Adolf Hitler bei einer Parade in Berlin gemeinsam auf der Tribüne.

Foto: AP
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Pfeilkreuzler: Ernö Gömbös, rechts, der Flügeladjutant von Ferenc Szálasi, mit einem Honvéd-Offizier und einem Pfeilkreuzler vor dem Verteidigungsministerium in Budapest am 16. Oktober 1944. Die nationalsozialistische Partei der Pfeilkreuzler war 1939 aus mehreren Vorgängerparteien unter Gründung von Ferenc Szálasi hervorgegangen. Ihren Namen bekam die Partei von ihrem Symbol, einem Kreuz mit Pfeilen, ein Ersatz für das Hakenkreuz, das in Ungarn seit 1933 verboten war.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 101I-680-8283A-27A

Foto: Das Bundesarchiv/Faupel
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Raoul Wallenberg: Der schwedische Diplomat, hier auf einem undatierten Bild, rettete mit Hilfe seiner politischen Verbindungen und des Einflusses seiner Familie, einer der reichsten in Schweden, Tausende ungarische Juden vor dem Tod in den Konzentrationslagern der Nazis.

Foto: AP
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Anlaufstelle: In der Üllöi Út 2-4 in Budapest hatte Raoul Wallenberg von 1944 bis 1945 ein Büro.

Foto: Tamas Szabo
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Wallenbergs Helfer: Károly Szabó, hier als Soldat 1941, arbeitete ab 1944 in der schwedischen Botschaft in Budapest.

Foto: Tamas Szabo
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Bauernopfer: Die Sowjetführung hatte dem ungarischen Staatsbürger Károly Szabó im Fall Wallenberg eine besondere Rolle zugedacht.

Foto: Tamas Szabo
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Ungarns Diktator: Ferenc Szálasi auf dem Weg ins Sándor-Palais in Budapest, im Hintergrund Pfeilkreuzler, aufgenommen im Oktober 1944. Szálasi und die nationalsozialistischen Pfeilkreuzler hatten gerade Miklós Horthy gestürzt und die Macht in Budapest übernommen.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 101I-680-8284A-37A

Foto: Das Bundesarchiv/Faupel
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Judenretter: Raoul Wallenberg und der jüdische Arzt Otto Fleischmann (von rechts) in Wallenbergs Büro in Budapest. Fleischmann unterstützte den Schweden bei der Rettung ungarischer Juden vor den Nationalsozialisten.

Foto: Tamas Szabo
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Freundschaftlich verbunden: Dieses Foto von Raoul Wallenberg war 1947 ein Geschenk von Wallenbergs Mutter an Károly Szabó. Er hatte ein enges Verhältnis zu dem schwedischen Diplomaten.

Foto: Tamas Szabo
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Bericht einer Rettung: Die jüdisch-ungarische Familie Jakobovits berichtet am 11. Oktober 1947 in einer holländischen Zeitung von ihrer Rettung durch Károly Szabó am 8. Januar 1945. Pfeilkreuzler hatten 154 Juden ans Donauufer verschleppt, um sie dort zu erschießen. Doch dann stoppte ein Trupp vermeintlicher Polizisten, angeführt von den Freunden Pál Szálai und Károly Sabó, das Vorhaben.

Foto: Tamas Szabo
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Arbeitsplatz: In der schwedischen Botschaft am Gellértberg in Budapest hatte Károly Szabó 1944 und 1945 seinen Arbeitsplatz als Schreibmaschinenmechaniker.

Foto: Tamas Szabo
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Mahnmal am Donauufer: Die metallenen Schuhpaare erinnern seit 2005 am Ostufer der Donau in Budapest an die Erschießungen von Juden durch Pfeilkreuzler in den Jahren 1944 und 1945.

Foto: Tamas Szabo
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Tamás Szabó: Am 6. Dezember 2012 fand in der Ungarischen Akademie der Wissenschaften eine Gedenkveranstaltung statt, bei der unter anderem der Sohn von Károly Szabó, Tamás Szabó, hier im Bild, sowie Außenminister János Martonyi eine Gedenkrede hielten. Tamás Szabó recherchierte mehr als 20 Jahre das Schicksal seines Vaters und erreichte schließlich, dass dieser am 12. November 2012 posthum in Jerusalem öffentlich für seine Verdienste gewürdigt wurde.

Foto: Tamas Szabo
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Ausflug: Mein Vater Károly Szabó hinten, vorne von links István Jánossy und sein Bruder András Jánossy, Enkelkinder des ungarichen Philosophen Georg Lukacs auf einem Ausflug in den Budaer Bergen in Budapest im Jahr 1954, ein Jahr nach dem Wallenberg-Mordprozess.

Foto: Tamas Szabo
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