Uni im Gerichtssaal: Lernen vom Völkermord-Verfahren - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Uni im Gerichtssaal Lernen vom Völkermord-Verfahren

Sie trainieren fürs Weltstrafgericht: Jura-Studenten lernen im ersten deutschen Verfahren zum Völkermord in Ruanda, wie Prozessbeobachter zu arbeiten. Sie dokumentieren den Prozess Wort für Wort. Manches Detail ist dabei nur schwer auszuhalten.
1 / 5

Juraprofessor Christoph Safferling (rechts) und seine Studenten lernen am konkreten Beispiel - in ihrem Fall dem Völkermord -Prozess vor dem Frankfurter Oberlandesgericht gegen Onesphore R., 53, dem eine Mitschuld am Tod von 3730 seiner Landsleute gegeben wird. Die Prozess-Premiere ist für die Marburger ein Probelauf für spätere Arbeiten in der internationalen Strafgerichtsbarkeit. mehr...

Foto: dapd
2 / 5

Auch 2008, 14 Jahre nach dem Völkermord, war das Land noch zerrissen zwischen verfeindeten Volksgruppen und bewaffneten Konflikten an seine Rändern. Hier erwarteten die Bewohner von Kigali den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.

Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERS
3 / 5

Schädel der Opfer des Ntarama-Massakers: Diese Toten sind Opfer des ruandischen Völkermordes von 1994, der rund eine Million Menschenleben forderte.

Foto: GIANLUIGI GUERCIA/ AFP
4 / 5

Jurist Safferling sucht gern spektakuläre und neuartige Prozesse als nützliche Lehrstunde für seine Studenten aus. So auch das Verfahren gegen den Flughafen-Attentäter Arid U.: Der gestand...

Foto: dapd
5 / 5

...gleich zu Prozessbeginn, zwei US-Soldaten erschossen und zwei schwer verletzt zu haben. Weil es das erste islamistische Attentat in Deutschland war, entfalte sich in dem Verfahren "die Strafprozessordnung in ihrer ganzen Schönheit", sagt Safferling.

Foto: dapd
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?