Uno-Generaldebatte Die Weltpolitiker
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon eröffnete die Versammlung der Vereinten Nationen in New York. Und forderte Europa auf, in der Flüchtlingskrise "mehr zu tun".
Der Uni-Gipfel war auch die Gelegenheit für ein Fernduell zwischen Obama und Putin. Beide sprachen am Montag.
US-Präsident Barack Obama: Er nannte den syrischen Machthaber Baschar al-Assad einen "Tyrannen".
Russlands Präsident Wladimir Putin dagegen verteidigte Assad. "Niemand anderes als Assad und seine Streitkräfte kämpfen wirklich gegen den 'Islamischen Staat'", sagte er.
Irans Präsident Hassan Rohani forderte Wahlen statt Waffen. Der Iran sei bereit, Demokratie nach Syrien zu bringen.
Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Achtung der Menschenrechte. China selbst steht allerdings wegen Missachtung der Menschenrechte immer wieder in der Kritik.
Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff erinnert in ihrer Rede daran, wie wichtig die Vereinten Nationen sind, um Lösungen für die Krisen auf der ganzen Welt zu finden.
Der französische Präsident François Hollande forderte höhere Zuwendungen für die syrischen Nachbarländer Libanon, Jordanien und Türkei - sie haben Hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen. Auch die zuständigen Uno-Agenturen müssten mehr Geld bekommen.
Das Staatsoberhaupt von Jordanien, König Abdullah II, fragte in seiner Rede: "Können wir eine Welt tolerieren, in der Geiselnahmen und Terrorismus und Gewalt zum Alltag gehören?" Er sprach von einer Verantwortung der Muslime, den Kampf gegen die Extremisten zu führen.
Park Geun Hye, die Präsidentin Südkoreas, sprach über den Konflikt ihres Landes mit dem Nachbarn. "Die Republik Südkorea will mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten, um die Menschen in Nordkorea zu unterstützen". Bedingung: Der Nachbarstaat müsse die nukleare Aufrüstung beenden.
Der kubanische Präsident Raul Castro macht Europa für die Flüchtlingskrise im Nahen Osten und Afrika verantwortlich. Er erhielt minutenlangen Applaus von den Teilnehmern der Uno-Vollversammlung.