Unsinnsprojekte der Bundeswehr Wasserscheue U-Boote und Flieger-Flops
Mehr als 650 Millionen Euro kostete das gescheiterte Drohnenprojekt "Euro Hawk" die Bundeswehr.
Intern war das streng geheime Multi-Millionen-Projekt schon länger umstritten. Als herauskam, dass die Drohne im europäischen Luftraum gar nicht fliegen darf, geriet Verteidigungsminister Thomas de Maizière unter Druck.
Internationale Rüstungsprojekte wie der "Eurofighter" sorgen immer wieder für Ärger. Der Betrieb der Kampfjets erwies sich als wesentlich teurer als ursprünglich angenommen.
Um die Finanzierung des Truppentransporters A400M gab es einen langen Streit. Wiederholt verzögerte sich die Auslieferung der Prestige-Maschine.
Kein Gaskraftwerk, sondern die sogenannte Zielsimulationshalle der Bundeswehr: 16 Millionen Euro kostete die Übungsanlage im bayerischen Greding. Dummerweise ließ sie sich nach simulierten Schießereien nicht richtig reinigen. Selbst Spezialbürsten für eine Million Euro versagten.
Kritik gibt es auch beim Einkauf von Handfeuerwaffen wie Sturmgewehren für die Truppe. Der Bundesrechnungshof bemängelte, die Waffen seien nicht ausreichend auf die Anforderungen im modernen Kampfeinsatz abgestimmt.
Im Luftkissenboot zum Einsatz: Was die bayerische Wasserwacht (im Bild) schon lange kann, daran scheitert die Bundeswehr seit mehr als zwölf Jahren. Den letzten Prototyp orderte das Verteidigungsministerium bei einem Gebrauchtwagenhändler. Doch die auch dieses Gefährt versagte im Praxistest, rund eine Million Euro waren futsch.
Soldaten mit "Dingo"-Fahrzeugen: Auch der gigantische Fuhrpark der Bundeswehr landete schon auf der Mahnliste der Rechnungsprüfer.
Gut 700 Notfunkgeräte wurden für knapp acht Millionen Euro angeschafft - doch in den Bergen von Afghanistan gab die Technik den Geist auf.
Arzneilager der Bundeswehr in Blankenburg: Der Rechnungshof kritisierte im vergangenen Jahr, dass die Armee auch Lippenstifte und Sonnencreme in Eigenregie produziert - obwohl diese Produkte zur Genüge auf dem freien Markt erhältlich sind.
Dieses historische Foto zeigt das U-Boot U1 in der Kieler-Förde. Das 1961 bei der Bundesmarine in Dienst gestellte Unterseeboot hatte allerdings einen Makel: Der Stahl rostete in Salzwasser.