Unterwegs im Schlafwagen Hingerissen durch die Nacht
Schöner schlafen: In "Liebesgrüße aus Moskau" von 1963 versüßt Tatiana Romanova (gespielt von Daniella Bianchi) dem Agenten Ihrer Majestät Nummer 007, James Bond (Sean Connery), die Nacht im Orientexpress von Istanbul nach Venedig. Heute dominieren Metropolen-Hopper, Länder-Pendler und Interrailer das Publikum in den Nachtzügen, nicht Spione und geheimnisvolle Schönheiten.
Nobelherberge: Marketing-Foto des amerikanischen Reiseunternehmens Grand Luxe Rail Journeys, das auf luxuriöse Eisenbahn-Reisen spezialisiert ist.
Schlafen unterwegs auf engstem Raum: Schmales Bett, darüber 60 Zentimeter Luftraum, und da oben bettet sich bereits der nächste Gast - wenn man Pech hat und einer kommt. Wenn nicht, hat man geschätzte sechs Kubikmeter Schlafzelle komplett für sich. Zu zweit wäre es überaus eng. Allein ist es nur sehr eng.
Immergleiches Frühstück: Frühstück "Kontinental", eingeschweißt - das Standard-Frühstück der Deutschen Bahn.
Ganz schön heiß: Nachtzüge treiben nicht nur in Krimis und Agententhrillern den Plot voran, auch Komödien profitieren mächtig - wie hier in dem Hollywood-Klassiker "Manche mögen's heiss", in dem Daphne alias Jerry (Jack Lemmon) und Sugar (Marilyn Monroe) im Nachtzug nach Miami mit ihrer Showtruppe allerlei Irrsinn erleben.
Königsberg-Express mit Kurs auf Berlin: Zugbegleiterin Olga in einem Schlafwagen aus Kaliningrad bei der Ankunft in Berlin nach 15 Stunden Fahrt in Berlin eintraf. Am 14. Dezember 2003 wurde der Verkehr auf der 650 Kilometer langen Strecke nach langjähriger Unterbrechung wiederaufgenommen.
Damenkapelle im Nachtzug: Eng zu geht es auch in dieser Szene aus dem Klassiker "Manche mögen's heiß" mit Jack Lemmon als Daphne (M.) und Tony Curtis als Josephine (r.).
Paris in München: Vor der Abfahrt mit dem Nachtzug von München nach Paris gibt es zur Stärkung und Einstimmung einen Crêpe im Hauptbahnhof der Isarstadt. Im Schlafwagen traf ich drei Chinesen, die 400 Euro für eine Nacht auf Schienen im Dreierabteil angelegt hatten und dafür etwas mehr erwartet hatten als die winzige Schlafzelle mit Betten übereinander.
Lockender Plüsch: In dem Streifen "Der unsichtbare Dritte" sinkt Cary Grant mit seiner Filmpartnerin in die Kissen eines Schlafwagens.
Gare du Nord: Bahnhofshalle des Gare du Nord in Paris im Morgengrauen
DB-Nachtzug "Hans Christian Andersen": Vor der Abfahrt von Kopenhagen nach München. Per Durchsage danken die Dänischen Staatsbahnen für die Reise mit dem "Nacktzug". Dänisch ist schön!
Der Chef an Bord: Innenansicht einer Doppelkabine der neuen Schlafwagenzüge samt Standardfrühstück. Hartmut Mehdorn, damaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn prüft persönlich den Wohlfühlfaktor.
Endstation Altona: Mit einer halben Stunde Verspätung erreichte der Nachtzug von Paris-Ost den Kopfbahnhof Hamburg-Altona. Der Schlafwagenschaffner verabschiedete sich mit einem Strahlen, vier Tage und vier Nächte hat er nun frei. Endlich mal wieder gut schlafen, das wünscht er sich. Ich mir auch.
Schienenwege: Lichtreflexionen auf den Gleisen, aus dem fahrenden Zug heraus fotografiert.