Auf Tour mit dem Wu Tang Clan "Zahl die Rechnung und scheiß die Jungs zusammen"
Die Rapper-Familie: Der Wu-Tang Clan auf einer Aufnahme um 1998. Die Mitglieder Cappadonna, Ghostface Killah, Inspectah Deck, Masta Killa, Method Man, Raekwon, U-God, GZA und RZA posieren für den Fotografen. Typisch für die Musik des WTC waren gemeinsame Raps, das Konzept der Combo sah außerdem vor, dass alle Musiker auch bei anderen Plattenfirmen Soloaufnahmen veröffentlichten durften. Ihr erfolgreichstes Album wurde "Wu-Tang forever", das 1997 sowohl in den USA als auch Großbritannien Platz eins der Charts erreichte.
Mastermind: RZA , mit bürgerlichem Namen Robert Diggs, fotografiert auf dem New Yorker Broadway. Der Cousin von Ol' Dirty Bastard war nicht nur Gründungsmitglied des Clans, sondern ist seit Beginn auch der Produzent der meisten Songs gewesen. Der umtriebige Diggs ist auch schon als Produzent von Film-Soundtracks in Erscheinung getreten, unter anderem war er verantwortlich für die Untermalung von Jim Jarmuschs Samuraidrama "Ghost Dog" mit Forest Whitaker.
Genialischer Exzentriker: Der Rapper Ol' Dirty Bastard, mit bürgerlichem Namen Russell Jones, war Mitte der Neunziger das berühmteste Mitglied des Wu-Tang Clan. "O.D.B.", hier fotografiert 1998 in Los Angeles, hatte den Clan mit seinen Cousins GZA und RZA 1992 gegründet und 1995 sein erstes Soloalbum herausgebracht. Jones' Leben verlief danach jedoch wie ein Gangster-Film. Charterfolge ("Shimmy Shimmy Ya") und Knastaufenthalte wechselten sich ab. 2004 dann der Schock: Jones, der gerade an einem Studioalbum arbeitete...
...brach am 13. November in einem Aufnahmestudium zusammen. "O.D.B." hatte einen Herzinfarkt erlitten, ausgelöst durch eine Überdosis Drogen in Verbindung mit einem Medikament. Er starb mit gerade 35 Jahren. Das Bild zeigt die Sängerin Mariah Carey, die am 18. November 2004 am Sarg des Rappers steht.
Epochales Werk: 1993 erschien das Album "Enter the 36 Chambers" der New Yorker Rapcombo. Das Album gilt als Monument des Rap und machte die Truppe auch in Europa bekannt. Produziert von Wu-Tang-Chef RZA schaffte es in den US-Albumcharts Platz 41.
Ablenkung: Mitglieder des Wu-Tang Clans spielen im Backstagebereich der MTV-Studios in New York im November 2000 eine Runde Schach. So entspannend war es für Tourmanager Andrew Uhlemann in Deutschland nicht. Er erinnert sich bei einestages an durch die Luft fliegende Telefone und horrende Telefonsex-Hotline-Rechnungen.
Die Method-Methode: Clifford James Smith alias Method Man wurde neben Ol' Dirty Bastard zum erfolgreichsten Soloact des Wu-Tang Clan. Und der heute 40-Jährige schafft es bis heute, immer wieder in den Charts vertreten zu sein. Method Man sang unter anderem mit Busta Rhymes, Lauryn Hill oder Mary J. Blige.
Gruppendynamik: Seit 1992 bestand der Wu-Tang Clan immer wieder aus wechselnden Mitgliedern. Ghostface Killah ist einer der prominenteren. Der Mann, der bürgerlich Dennis Coles heißt, schaffte mit seinem Album "Iron Man" Platz zwei der US-Billboardcharts. Ebenfalls eine Rolle im Clan spielt...
...Cappadonna: Wikipedia zitiert Wu-Tang-Chef RZA mit der Aussage, Cappadonna sei seit 2007 juristisches Mitglied des Clans. Sicher ist, dass er - nach einer zwischenzeitlichen Auflösung des Clans und Streitigkeiten mit RZA - zusammen mit anderen Wu-Tang-Clan-Künstlern wieder auf der Bühne stand. Und dass der Mann bis dato vier Soloalben veröffentlicht hat.
GZA: Er nennt sich The Genius oder GZA, doch Gary Grice ist vor allem einer der Väter des Wu-Tang-Clan. Zusammen mit RZA und O.D.B. hatte er zunächst die Gruppe Force Of The Imperial Master gegründet, aus der der Clan wenig später hervorging.
Der Rest vom Rapperfest: Inspectah Deck prägte den Clan von Beginn an, sein Kollege...
...Masta Killa gilt als eher unauffälliges Clan-Mitglied. Trotzdem steht er wie wenige für den originalen WTC der Anfangsjahre. Er wolle den "originalen Wu-Tang-Sound zurückbringen", sagt Masta Killa.
Leckereien vom Plattenteller: Mobb Deep, Ghostface Killah, Raekwon, Black Thought & The Money Making Jam Boys und DJ Stretch Armstrong vom Wu-Tang Clan während eines Konzerts am 12. Mai 2011 in New York. Der Clan existiert trotz einiger Austritte immer noch - und auch seine Bekleidungsmarke "Wu Wear" wirft weiter Gewinne ab.
Return to Germany: Der Wu-Tang Clan bei einem Auftritt am 3. Juli 2007 in der Stadthalle Offenbach vor rund 1500 Fans. In Deutschland hatte der Clan seit Mitte der Neunziger viele Anhänger, diese sorgten mit vielen CD-Käufen für große Erfolge in den Albumcharts. Platz acht für "Wu-Tang forever" und Platz elf für "The W" sprechen eine deutliche Sprache.
Auf Tour: Andrew Uhlemanns Pass für die Wu-Tang-Clan-Tour 1994. Sieben Konzerte waren ursprünglich vorgesehen gewesen, vier Gigs wurden es am Ende. Und auch die Location für das vierte Konzert änderte sich noch - statt des vorgesehenen "Nachtwerk" wurde die Veranstaltung in einen kleineren Club verlegt. Zu schleppend waren die Vorverkäufe für den später legendären Clan verlaufen.