Heftige Unwetter "Jetzt steht das große Aufräumen an"
Aufräumen in Wuppertal: In der Stadt fiel so viel Regen wie sonst in einem Monat. "Wir müssen die Keller leer bekommen", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Feuerwehr. Knapp 550 Feuerwehrleute seien in der Stadt bei der Arbeit, viele davon seit mehr als 15 Stunden.
Wuppertal hatte einen Extrem-Regenguss erlebt: In der Region waren laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zeitweise 100 Millimeter Regen gefallen, also 100 Liter auf den Quadratmeter.
"Das war schon extrem und ist in der Regenmenge etwa das, was normalerweise im Laufe eines Monats fällt", sagte ein Sprecher. Von der Stadt hieß es: Reparatur- und Aufräumarbeiten könnten mehrere Tage dauern - mindestens.
Das Unwetter hatte Wuppertal besonders schwer getroffen: Das Dach dieser Tankstelle brach zusammen.
Auch die Universität in Wuppertal blieb nicht verschont. Das Dach an einem der Gebäude stürzte teilweise ein. Immerhin: Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.
Die Wassermassen erreichten auch ein Einkaufszentrum in Wuppertal.
Ein Kleidungsgeschäft im Untergeschoss des Einkaufszentrums wurde geflutet.
Auch in anderen Geschäften richteten die Unwetter Schäden an.
Herabgestürzte Äste liegen in Wuppertal auf der Straße.
Wasser spritzt aus einem Gully, dessen Deckel hochgedrückt wurde. Aber nicht nur Wuppertal war von dem Unwetter betroffen.
Starker Regen traf auch diese Passanten auf Düsseldorfs Luxuseinkaufsstraße Königsallee.
In Duisburg war die Feuerwehr wegen immenser Wassermengen ebenfalls im Dauereinsatz.
In Solingen beendete ein Wolkenbruch den Gedenkakt zum 25. Jahrestag des Brandanschlags vorzeitig.
In Bad Gandersheim in Niedersachsen hatte ein schweres Gewitter stundenlang über der Stadt gewütet. Die Polizei geht davon aus, dass ein Sachschaden in Millionenhöhe entstand.
Mehrere Gebäude seien einsturzgefährdet, zahlreiche Keller vollgelaufen. Probleme habe es auch mit der Stromversorgung gegeben.