Urteil im Fall Lolita Brieger - DER SPIEGEL
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Lolita Brieger 30 Jahre Ungewissheit, dann Freispruch

Fast 29 Jahre wurde Lolita Brieger vermisst, erst im vergangenen Sommer fanden Ermittler die Leiche. Der Ex-Freund der Toten, ein angesehener Landwirt, wurde wegen Mordes angeklagt - und nun von einem Gericht freigesprochen.
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Josef K. am letzten Prozesstag am Landgericht Trier: Der angesehene Eifelbauer aus Schneid in Rheinland-Pfalz musste sich seit März wegen Mordes verantworten. Nun wurde das Urteil gegen den 51-Jährigen verkündet: Freispruch.

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Petra Brieger, die Schwester der vor 30 Jahren ermordeten damals 18-jährigen Lolita, trug zur Urteilsverkündung ein T-Shirt mit einem Foto ihrer toten Schwester.

Foto: Thomas Frey/ dpa
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Lolita Brieger war am 4. November 1981 spurlos verschwunden. Laut Anklage galt die aus kleinen Verhältnissen stammende Frau, die von K. schwanger war, als nicht standesgemäß für den Sohn eines wohlhabenden Landwirts. K. habe sich der 18-Jährigen "entledigen wollen", sagte Staatsanwalt Eric Samel in seinem Plädoyer.

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29 Jahre lang lag die Leiche der jungen Frau auf einer Mülldeponie in dem Eifelörtchen Frauenkron. Dann erst meldete sich...

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...ein Mitwisser und führte die Ermittler schließlich zu der Stelle, wo die Männer die Tote verscharrt hatten.

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Im Oktober 2011 suchten Ermittler zwei Wochen lang die ehemalige Müllhalde ab. Dann fanden sie ein in Folie verpacktes Skelett: die Überreste von Lolita Brieger.

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Josef K. am Anfang des Prozesses: Das Landgericht Trier sprach den Landwirt aus Mangel an Beweisen vom Tatvorwurf frei. Außerdem ordnete das Gericht nach Angaben einer Sprecherin an, dem seit Anfang September in Untersuchungshaft sitzenden Mann die Auslagen für den Prozess zu ersetzen.

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