Kunstraub von Rotterdam Urteil gegen Diebesbande
Ein Gericht in der rumänischen Hauptstadt Bukarest verhängte am Dienstag eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und acht Monaten für Radu Dogaru. Olga Dogaru, seine Mutter, soll mutmaßlich sieben Meisterwerke verbrannt haben. Hier ist sie am 19. November am Gericht in Bukarest zu sehen.
Einer der Verdächtigen, Alexandru Bitu. Seit 19. Januar sitzt er mit seinen Komplizen in in Bukarest in Haft.
Auch Eugen Darie wird verdächtigt, am Raub beteiligt gewesen zu sein.
Im August herrschte großer Medienrummel beim Prozessauftakt in Bukarest. Im Bild werden die Verdächtigen im vergitterten Polizeifahrzeug transportiert.
Radu Dogaru (rechts) ist der Hauptverdächtige in dem Verfahren.
Seine Mutter gab im März auf Fragen der Staatsanwaltschaft zu, die Bilder verbrannt zu haben. Inzwischen verwarf sie das Geständnis allerdings.
Nägel, die im Ofen von Olga Dogaru gefunden worden sind, sollen beweisen, dass die Mutter eines Hauptverdächtigen tatsächlich drei der sieben in Rotterdam gestohlenen Bilder verbrannt habe.
Der Anwalt von Mutter und Sohn Dogaru hatte im Sommer von einem Deal berichtet, den die Angeklagten angeboten hätten: Wenn der Prozess in die Niederlande verlegt werde, würden die Bilder übergeben.
Sieben wertvolle Gemälde waren im Oktober 2012 aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen worden. Unter ihnen sind Meisterwerke von Henri Matisse, Paul Gauguin, Pablo Picasso und Claude Monet.
Abgesperrt: Vor der Rotterdamer Kunsthalle sicherten die Beamten Spuren.
Sieben Gemälde wurden gestohlen: Lucian Freud: "Woman with Eyes Closed" (2002)
Meyer de Haan: "Autoporträt" (um 1889 bis 1891)
Henri Matisse: "La Liseuse en Blanc et Jaune" (1919)
Pablo Picasso: "Tête d'Arlequin" (1971)
Paul Gauguin: "Femme devant une fenêtre ouverte, dite la Fiancée" (1888)
Claude Monet: "Waterloo Bridge, London" (1901)
Claude Monet: "Charing Cross Bridge, London" (1901)