US-Bürgerrechtler Malcolm ohne Maske
Tödlich getroffen: Malcolm X liegt am 21. Februar 1965 mit tödlichen Schussverletzungen auf der Bühne des Audubon-Ballsaals im New Yorker Satdtteil Harlem.
Tatort: Der Audubon-Ballsaal in Harlem, New York am 21. Februar. Stühle liegen herum, die Polizei hat die Bühne abgesperrt. Auf dem Podium im Hintergrund wurde kurz zuvor der Bürgerrechtler Malcolm X erschossen.
Malcolm X: Fast fünfzig Jahre nach der Ermordung des radikalen Bürgerrechtlers stellt der US-amerikanische Historiker Manning Marable in seiner nun erschienenen Biografie "Malcolm X: A Life of Reinvention" eine neue Theorie über die Attentäter auf.
Die Aufnahme zeigt Malcolm X am 14. Mai 1963 auf einer Kundgebung in New York.
Ballsaal: Die Aufnahme zeigt die Außenansicht des Audubon-Ballsaals an der 166. Straße, Ecke Broadway in Harlem, Manhattan. Hier wurde der Bürgerrechtler Malcolm X am 21. Februar 1965 auf der Bühne von einem Attentäter erschossen.
Festnahme: Der 22-jährige Thomas Hagan wird als Tatverdächtiger im Fall der Ermordung von Malcolm X vor dem Eingang zum New Yorker Audubon-Ballsaal von Polizeibeamten verhaftet. Hagan wurde am 27. April 2010 als letzter der drei für die Tat Verurteilten aus der Haft entlassen.
Polizeifoto: Bevor der unter dem Namen Malcolm Little geborene Malcolm X als Bürgerrechtler bekannt wurde, ging er nicht immer legalen Tätigkeiten nach. Das Polizeifoto von 1944 zeigt den 18-Jährigen nach seiner Verhaftung wegen Diebstahls.
Muhammad Ali mit Malcom X: Der Weltmeister im Schwergewichtsboxen Muhammad Ali, rechts, zusammen mit Black-Muslim-Führer Malcolm X vor dem Trans-Lux Newsreel Theater in New York am 1. März 1964.
Zwei Bürgerrechtler: Martin Luther King, links, und Malcolm X warten am 26. März 1964 auf den Beginn einer Pressekonferenz.
Töchter: Malcolm X spielt 1962 mit seinen Töchtern Qubilah, links, and Attallah im Garten des Hauses der Familie in Queens, New York. Er hatte mit seiner Frau Betty insgesamt sechs Töchter. Qubilah wurde 1995 verhaftet, da sie unter Verdacht stand, einen Mordversuch an dem früheren Rivalen ihres Vaters und heutigen Nation-of-Islam-Chef Louis Farrakhan geplant zu haben. Sie beteuerte ihre Unschuld und musste schließlich keine Haftstrafe antreten, sondern sich einer psychologischen Therapie unterziehen.
Verdächtig: "Die Staatsanwaltschaft hat sich wohl mehr darum gesorgt, die Identität ihrer Undercover-Beamten und Informanten zu schützen, als die wahren Killer zu verhaften", schreibt der US-Historiker Manning Marable in der neuen Biografie "Malcolm X: A Life of Reinvention".
Das Bild zeigt Norman "3X" Butler. Der 26-Jährige war Mitglied der Nation of Islam und wurde als einer von drei Tatverdächtigen im Fall der Ermordung des Bürgerrechtlers Malcolm X festgenommen und verurteilt. Butler, der stets seine Unschuld beteuerte, wurde 1985 aus dem Gefängnis entlassen.
Unabhängigkeitskampf: Bürgerrechtsaktivist Malcolm X spricht am 29. Juni 1963 vor einer Menschenmenge im New Yorker Stadtteil Harlem.
Notizbuch: Das kleine, schwarze Tagebuch von Malcolm X ist blutbeschmiert. Ein Attentäter schoss mit einer abgesägten Schrotflinte auf den Anführer der Schwarzenbewegung. Das Tagebuch des Bürgerrechtlers befand sich währenddessen in seiner Jackentasche und wurde von einer Kugel getroffen. Der Gerichtsmediziner stellte später 21 Schusswunden bei Malcolm X fest.
Kämpfermythos: Malcolm X propagierte in seinen Reden militanten Widerstand gegen Weiße und den Separatismus der Afro-Amerikaner. Durch das tödliche Attentat auf ihn im Februar 1965 wurde er zur Legende der Schwarzenbewegung.
Die Aufnahme zeigt ihn am 6. August 1963 in New York.
Trauer: Um den ermordeten Bürgerrechtler Malcolm X zu ehren, hielt diese Bar in Manhattan nach dem Attentat ihre Türen geschlossen. Sein Tod war ein Trauma für viele schwarze US-Amerikaner.
Ikonen: Der Bürgerrechtler und Anführer der Schwarzenbewegung, Malcolm X, und der Comandante der kubanischen Revolution, Ernesto Che Guevara, sind längst zu Symbolfiguren der Popkultur verklärt.
Die Biografie "Malcolm X: A Life of Reinvention" zeigt nun den Menschen hinter der Legende des schwarzen Bürgerrechtlers - und sorgt in den USA für jede Menge Wirbel. Manning Marable arbeitete zehn Jahre an dem Buch. Die Veröffentlichung erlebte der Autor aber nicht mehr: Am Freitag voriger Woche - drei Tage vor der Publikation - starb Marable im Alter von nur 60 Jahren.