US-Grenze Große Träume, scharfe Kontrollen
Dem amerikanischen Traum entgegen: Mexikaner wandern durch die Wüste im Norden Mexikos - Hunderte versuchen täglich, die Grenze zu den USA zu überwinden.
Massenhaft strömen seit Jahren mexikanische Einwanderer in die USA. Die Regierung von US-Präsident George W. Bush begann 2006 mit dem Bau eines mehr als tausend Kilometer langen Sperrwalls an der Grenze, die teilweise durch die Wüste führt.
Der US-Bundesstaat Arizona erließ im April ein verschärftes Einwanderungsgesetz - was zu heftigen Protesten führte. In der Stadt Phoenix zogen daraufhin Tausende vor allem hispanische Demonstranten durch die Straßen. "Stoppt diese Ungerechtigkeit. Stoppt rassistische Vorurteile", stand auf Schildern der Protestierenden.
Das Gesetz erlaubte der Polizei, jeden festzunehmen, den sie als illegalen Einwanderer verdächtigt. Auf dem Bild patrouillieren US-Amerikaner nahe der Grenze.
Grenzer in der Nähe des Rio Grande: Das neue Gesetz in Arizona sollte am 29. Juli inkrafttreten. Die Justiz stoppte jedoch einen Tag zuvor mehrere umstrittene Regelungen. Das Gesetz kann daher an diesem Donnerstag nur teilweise wirksam werden.
Gekippt wurde von einer Bundesrichterin unter anderem der Schlüssel-Paragraf, wonach die Polizei Menschen bei bloßem Verdacht auf illegale Einwanderung hin hätte festnehmen dürfen - die Demonstranten, die sich vor dem Justizgebäude in Phoenix versammelt hatten, jubelten.
Ein kleiner Junge wurde mit amerikanischer Flagge und Protestplakat ausgestattet.
Die Regierung in Washington begrüßte die Entscheidung - sie hatte Anfang Juli den Bundesstaat Arizona wegen des Gesetzes verklagt. Arizona habe seine Befugnisse überschritten, da die Zuständigkeit für die Gesetzgebung zum Umgang mit illegalen Einwanderern bei der Bundesregierung in Washington liege, begründete das Justizministerium die Klage. Zudem hätten Fremde in Arizona mit Schikanen zu rechnen.
Insgesamt halten sich in den USA rund elf Millionen Menschen illegal auf.