US-Jugend gegen Waffengewalt - DER SPIEGEL
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Arte-Doku US-Jugend gegen Waffengewalt

Es ist still geworden um die jungen US-amerikanischen Aktivisten, die sich gegen Waffengewalt einsetzen. Eine Dokumentation zeigt: Erreicht haben sie viel - doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei.
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Kalifornien, April 2018: Schüler fordern strengere Waffengesetze. Auslöser: das Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida, bei dem 14 Schüler und drei Angestellte von einem ehemaligen Schüler getötet wurden.

Foto: Mark Ralston / AFP
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Wenige Wochen zuvor hatte die 19-jährige Emma Gonzalez bei einer Protestaktion in Washington, dem "March of Lives", vor Hunderttausenden Menschen eine aufrüttelnde Ansprache gehalten: Sie nannte die Namen der Opfer des Massakers, dann schwieg sie genau 6 Minuten und 20 Sekunden, so lange, wie der Attentäter um sich geschossen hatte. Gonzalez liefen dabei Tränen über das Gesicht.

Foto: Chip Somodevilla / Getty Images
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Aufnahmen vom Parkland-Massaker: Der Film "Never Again - Amerikas Jugend gegen den Waffenwahn", der am 11. Juni bei dem Sender Arte ausgestrahlt wird, erinnert an die Proteste der US-Jugend gegen Waffengewalt - und stellt auch die kritische Frage: Was hat sich seitdem tatsächlich verändert?

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Filmszene: Trauer und Schrecken sind geblieben. Lori Alhadeff hat bei dem Amoklauf in Parkland in Florida ihre 14-jährige Tochter verloren. Alyssa wurde in ihrem Klassenzimmer vom Täter mit einem Sturmgewehr getötet.

Foto: Sebastian Bellwinkel
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Szene aus "Never Again". Allen Protesten zum Trotz sind in den USA immer noch 265 Millionen Waffen im Umlauf, im vergangenen Jahr starben durch ihren Missbrauch knapp 40.000 Menschen - der höchste Stand seit 50 Jahren.

Foto: Sebastian Bellwinkel
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"Immer nur heißt es: Wir beten für euch. Aber nichts ändert sich", sagt Jammal Lemy im Film. Er ist einer der Organisatoren des "March for Our Lives".

Foto: Sebastian Bellwinkel
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Auch Audrey Wright, 17, kämpft gegen die Gewalt, die sie und ihre Mitschüler jeden Tag erleben, auch sie kommt in der Dokumentation zu Wort. Wright lebt im Westen Chicagos, einer der gefährlichsten Gegenden der USA. Jeden Tag werden hier Menschen auf offener Straße erschossen.

Foto: Sebastian Bellwinkel
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Ein lila Kreuz im Gedenken an einen erschossenen Freund. Diese Andacht findet im Vorgarten einer Schule in der Chicagoer West Side statt: Ein 15-Jähriger war auf einem Basketballplatz von einem 13-jährigen Mitschüler erschossen worden.

Foto: Sebastian Bellwinkel
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Dieses Schild an einer Kirchentür in Chicago weist auf ein Waffenverbot in dem Gotteshaus hin. Es ist ein Kampf im Kleinen, den Wright und Lemy führen - ein Kampf dafür, ihr direktes Umfeld zu verändern und es ein bisschen sicherer zu machen.

Foto: Sebastian Bellwinkel
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Skurril sind die Szenen, in denen der Macher des Films, Sebastian Bellwinkel, Waffenläden besucht - und ihm dort ein stolzer Verkäufer eine neue Waffe mit Schalldämpfer präsentiert. Warum aber braucht man so eine Waffe? Ein Kunde erklärt es so: "Wenn ich mich mal nachts verteidigen muss, würde ich wenigstens niemanden aufwecken."

Foto: Sebastian Bellwinkel
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In einem anderen Geschäft ist der kugelsichere Schulranzen ein echter Verkaufshit. "Man muss ihn wie ein Schutzschild einsetzen", erklärt der Ladenbesitzer. Das zeige er auch seinen jungen Kunden. Als nächstes sei ein kugelsicheres Hochzeitskleid in Planung.

Foto: Sebastian Bellwinkel
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?