US-Krisengeschichte Der große Ausverkauf
Jubel und depression: Als der Dow-Jones-Aktienindex im März 1999 erstmals 10.000 Punkte überschritt, reagierten die Börsenhändler an der Wall Street euphorisch.
Panik ergriff die New Yorker Wall-Street-Broker im Oktober 1929 (o.) - zwei Monate, nachdem der Dow Jones den damaligen Höchststand von 380 Punkten erreicht hatte. Die Profis hatten sich danach aus dem überhitzten Kreditmarkt zurückgezogen.
Berg- und Talfahrt: "Gierig sein und sich dabei gut fühlen", lautet weltweit das Mantra vieler Spekulanten. Im September dieses Jahres erfasst Anleger das Heulen und Zähneklappern - wie diesen chinesischen Privatinvestor in Shanghai.
Das große Monopoly, in dem selbst mickrige Hütten zu Höchstpreisen versilbert werden konnten, ist vorbei. Hunderttausendfach fallen Grundstücke in den USA an die Gläubiger zurück - wie hier in Oakland, Kalifornien.
Schatzmeister der Krise: Nach Kursstürzen im Herbst 1987 senkte der amerikanische Zentralbankchef Alan Greenspan die Zinsen und überschwemmte die Märkte mit frischem Geld.
Richard Fuld (Lehman Brothers)
Alan Schwartz (Bear Stearns)
Lloyd Blankfein (Goldman Sachs)
Freibeuter des Pfunds: Finanzjongleur George Soros zwang 1992 mit seiner Spekulation die britische Notenbank in die Knie.