US Open Queen of Queens
Ende Juli war Sloane Stephens noch die Nummer 957 der Weltrangliste. Durch ihren Sensationssieg bei den US Open rückt die 24-Jährige auf Platz 17 vor.
Im Finale von Flushing Meadows traf Stephens auf Madison Keys. "Sie ist meine beste Freundin auf der Tour", sagte die Siegerin. Für beide war es das erste Grand-Slam-Endspiel.
Keys schien vom großen Anlass überwältigt zu sein. Sie wirkte sehr nervös, erwischte einen schwarzen Tag und leistete sich 30 unerzwungene Fehler.
Stephens kam mit der besonderen Situation deutlich besser zurecht. Sie schlug zwar nur zehn Winner, spielte aber weitgehend fehlerfrei und gewann den ersten Satz ohne große Mühe 6:3.
Auch im zweiten Durchgang ging sie durch zwei frühe Breaks schnell 4:0 in Führung.
Keys verzweifelte an ihrem Spiel und verlor den zweiten Satz zu null. "Ich habe nicht mein Tennis spielen können", sagte sie enttäuscht.
Stephens konnte ihr Glück kaum fassen. Nach nur 61 Minuten verwandelte sie ihren dritten Matchball, riss erleichtert die Arme in die Luft und ließ sich feiern.
Nach dem Match lagen sich die Finalistinnen in den Armen. "Ich hätte mir gewünscht, dass es ein Unentschieden gegeben hätte", sagte Stephens.
Während sie auf die Siegerehrung warteten, setzten sich die guten Freundinnen nebeneinander und hatten sichtlich Spaß. "Wenn ich es akzeptiere, gegen jemanden zu verlieren, dann gegen Sloane", sagte Keys.
Am Ende durfte Stephens zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Grand-Slam-Trophäe küssen. Zudem kann sich die 24-Jährige über ein Preisgeld von 3,7 Millionen US-Dollar freuen.