US-Untersuchung Im Vollbarte des Propheten
Bärte sind schon länger ein modisches Statement und beliebt bei jungen Trendsettern. Doch laut einer US-Studie sollen im Gesichtshaar vieler Männer Keime lauern. Einige davon findet man sonst in Fäkalien, so ein Experte.
Auch "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann verhalf dem ausschweifenden Bart zur Bekanntheit. Inzwischen hat er ihn abrasiert. Das ist aus hygienischen Gründen aber nicht notwendig - selbst wenn in der US-Untersuchung angeblich schlimme Keime entdeckt wurden. Denn die Studie weist Mängel auf.
Die entdeckten Mikroben sind ganz normale Darmbakterien, die überall zu finden sind - auf der Haut, auf Handys und Geldscheinen. Diese bärtigen Models bei einer Modenschau können also beruhigt sein.
Eine andere Studie hat das Gesichtshaar von OP-Personal trotz Mundschutz untersucht. Tatsächlich sonderten die zehn bärtigen Studienteilnehmer mehr Bakterien ab als glattrasierte. Allerdings wurden sie gebeten, ihren Kopf mit der Maske kräftig zu schütteln, während die Partikel auf Nährböden rieselten - eine Praxis, die im OP eher selten praktiziert werden dürfte.
Insgesamt ist die Besiedlungsdichte bei Glattrasierten und Gesichtshaarträgern aber ähnlich - zu diesem Ergebnis kommt eine andere Untersuchung. Bakterienschleudern sind Bärte also nicht unbedingt.
Pflegen sollte man den Bart aber schon. Auch regelmäßiges Händewaschen empfehlen Experten - eigentlich selbstverständlich.