US-Todesstrafe: Die Gesichter der Hingerichteten - DER SPIEGEL
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US-Todesstrafe Die Gesichter der Hingerichteten

Mehr als tausend Menschen sind seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA 1976 hingerichtet worden. SPIEGEL ONLINE zeigt die Gesichter einiger Todeskandidaten.
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John Hicks starb am 29. November 2005 durch die Todesstrafe im Gefängnis von Lucasville (Ohio). Er war für schuldig befunden worden, seine Schwiegermutter und seine Stieftochter umgebracht zu haben.

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Rezept für die Todesstrafe: Dieser Zettel im Raum neben der Todeszelle zeigt die chemische Zusammensetzung der tödlichen Spritzen, durch die John Hicks und andere Todeskandidaten starben.

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Hinrichtungsraum: Der letzte Gang der Verurteilten in Lucasville führt in diese Kammer.

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Gefängnis von Lucasville: In diesem Raum halten sich die Todeskandidaten auf, bevor sie in den Hinrichtungsraum geführt werden.

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Gary Mark Gilmore wurde am 17. Januar 1977 in Utah von einem Erschießungskommando getötet. Er war der erste Todeskandidat, der nach der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA hingerichtet wurde.

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Lena Baker starb am 5. März 1945 auf dem Elektrischen Stuhl in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Georgia. Sie war für schuldig befunden worden, einen betrunkenen weißen Mann erschossen zu haben, der sie entführt und gedroht hatte, sie umzubringen.

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Robert Lee Willie wurde wegen Mordes und Vergewaltigung zum Tode verurteilt. Er starb am 28. Dezember 1984 auf dem Elektrischen Stuhl. Teile seines Falls dienten als Vorlage für den Film "Dead Man Walking". Der Film kombinierte Willies Geschichte mit der des Todeskandidaten Elmo Patrick Sonnier.

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Die beiden Deutschen Karl LaGrand und sein Bruder Walter wurden wegen Mordes bei einem Banküberfall 1982 in Arizona zum Tode verurteilt. Trotz Protesten der deutschen Regierung wurde Karl LaGrand am 24. Februar 1999 mit einer Giftspritze hingerichtet.

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Walter LaGrand starb am 3. März 1999, nur wenige Tage nach seinem Bruder. Er wurde in einer Gaskammer hingerichtet.

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Clarence Ray Allen starb am 17. Januar 2006 durch eine tödliche Injektion, einen Tag nach seinem 76. Geburtstag. Allen war blind, taub und an den Rollstuhl gefesselt, als er hingerichtet wurde. Ein Gnadengesuch lehnte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger ab. Der verurteilte Mörder soll aus dem Gefängnis heraus mehrere weitere Morde in Auftrag gegeben haben.

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Roger Keith Coleman wurde am 20. Mai 1992 wegen Mordes und Vergewaltigung hingerichtet. Mehr als 10 Jahre nach seinem Tod ordnete Virginias Gouverneur Mark Warner eine DNA-Analyse an, die Zweifel an Colemans Schuld ausräumen sollte. Die Untersuchung ergab, dass es sich bei den Spuren am Tatort tatsächlich um Colemans DNA handelte.

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Lautstarke Proteste begleiteten den Tod von Stanley "Tookie" Williams am 13. Dezember 2005. Williams gründete in den siebziger Jahren eine Straßengang und wurde wegen mehrerer Morde verurteilt. Während seiner Haftzeit distanzierte sich Williams von seiner Gang-Vergangenheit, schrieb Bücher, setzte sich für benachteiligte Jugendliche ein und wurde sieben Mal für den Literaturnobelpreis nominiert. Er beteuerte bis zuletzt seine Unschuld.

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Der Abtreibungsgegner Paul Hill erschoss 1994 einen Arzt und seinen Bodyguard in einer Abtreibungsklinik. Seine Hinrichtung mache ihn zu einem Märtyrer, sagte er in einem letzten Statement. Er hoffe, dass andere seinem Beispiel folgen würden. Er wurde am 3. September 2003 hingerichtet.

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Im Alter von 77 Jahren starb am 14. Dezember 2005 der verurteilte Auftragskiller John Nixon in einer Hinrichtungszelle in Mississippi. Er war der älteste Mensch, der seit 1976 hingerichtet wurde.

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Kenneth Lee Boyd war der 1000. Todeskandidat, der seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA hingerichtet wurde. Boyd war wegen Mordes an seiner Frau und seinem Schwiegervater verurteilt worden. Er starb am 2. Dezember 2005 durch eine Giftinjektion.

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Timothy McVeigh wurde wegen seiner Beteiligung am Bombenanschlag von Oklahoma City im Jahr 1995 zum Tode verurteilt, bei dem 168 Menschen ums Leben kamen. McVeigh wurde am 11. Juni 2001 hingerichtet.

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