US-Weltraumpionier John Glenn Das Idol, das aus der Kapsel kam
Enger Einstieg: Die "Mercury"-Kapsel, in der Glenn am 20. Februar 1962 fast fünf Stunden lang um den Globus raste, bot wenig Bewegungsfreiheit. Immerhin konnte Glenn durch ein Fenster seinen Heimatplaneten aus der Ferne bestaunen.
Durchstarter: Zwar war der Russe Juri Gagarin der erste Mensch im Weltall. Trotzdem feierten die USA John Glenns Erdumrundungen als grandiosen Erfolg im Wettlauf ins All. Hier posiert er in seinem Raumanzug.
Strandlauf: Für seinen ersten Raumflug im Februar 1962 absolvierte Glenn strapaziöse Belastungstests - auch Laufeinheiten gehörten zum Training. Dieses Foto zeigt Glenn am Morgen des 8. Januar 1962 am Cocoa Beach in Florida.
Glenn in Cape Canaveral: Der Astronaut beim Anziehen seiner Weltraumunterwäsche.
Freundschaft nach dem Flug: Nach Glenns Flug freundete sich US-Präsident John F. Kennedy öffentlichkeitswirksam mit dem neuen Volkshelden an, lud ihn regelmäßig ins Weiße Haus oder auf seinen Landsitz ein. Auf diesem Bild besichtigen Kennedy und Glenn die Kapsel der "Mercury 6"-Mission.
Strahlender Held auf dem Zenit: Nach seinen drei Erdumrundungen verbot US-Präsident Kennedy weitere Raumflüge Glenns, der für ihn als amerikanischer Held auf der Erde wertvoller war. Glenn erfuhr erst Jahre nach Kennedys Ermordung von Kennedys geheimer Weisung an die Nasa.
Landung in der Karibik: Die Kapsel des "Mercury"-Programms, mit der Glenn als erster Amerikaner die Erde umkreiste, taufte er selbst auf den Namen "Friendship 7".
Gute-Laune-Astronaut im Bademantel: Glenn war passionierter Astronaut. Als er realisierte, dass die Nasa ihn nicht noch einmal ins All schicken würde, verließ er 1965 die Nasa und wurde zunächst Geschäftsmann: Als Geschäftsführer einer Getränkefirma hatte er großen Erfolg, später sattelte er in die Politik um und wurde Senator.
Freund von Technik und Tempo: Der studierte Ingenieur Glenn eignete sich auch wegen seines technischen Verständnisses besonders als Astronaut.
Im Juli 1957 ging sein Name zum ersten Mal durch die Medien, weil er als Air-Force-Pilot einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hatte. Die Strecke von Los Angeles nach New York hatte er in nur drei Stunden und 23 Minuten zurückgelegt.
Empfang im Konfettiregen: Tausende Amerikaner bereiteten ihrem Volkshelden am 1. März 1962 einen triumphalen Empfang in New York. Glenn hatte nach allgemeiner Auffassung mit seinem Flug das Zeitalter der Raumfahrt auch in den USA eröffnet.
Die Familie des Astronauten: John Glenns Frau Anna und die gemeinsamen Kinder John David und die ein Jahr jüngere Carolyn Ann. Das Foto entstand am Tag der "Mercury"-Mission vor dem Haus der Glenns in Arlington.
Erst liegen, dann fliegen: Beim Anziehen der Spezialschuhe bekam Glenn vor dem Einsteigen in die Kapsel Hilfe. Auch während des Flugs konnte der Pilot nur wenig selbst ausrichten - die Kapsel wurde vom Boden aus gesteuert. Als die Lenkraketen versagten, griff Glenn dann doch noch zum manuellen Steuerknüppel.
Astronauten-Autogrammstunde: Die drei Erdumrundungen in knapp fünf Stunden machten Glenn zum Volkshelden. Schon als Kampfflieger hatte er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, nun folgten weitere Ehrungen. 1999 benannte die Nasa sogar ihr Forschungszentrum in Cleveland nach ihm. Auf diesem Bild gibt Glenn am 21. Januar 1962 in Cape Canaveral, Florida, einer jungen Verehrerin ein Autogramm.
Anziehen vor dem Abflug: Astronaut Glenn wird am 20. Februar 1962 in Cape Canaveral, Florida, auf seine Erdumrundung vorbereitet.
Startschuss: Die Rakete, die am 20. Februar 1962 ins All startete, schickte Glenn auf eine fast fünfstündige Reise. Gegen 15 Uhr am Nachmittag plumpste die Raumkapsel sicher in den Atlantik nahe den Bahama-Inseln.
Senator in spe: Nach der Nasa machte Glenn Karriere in der Politik. 1964 trat er erstmals bei den Wahlen um das Amt des Senators in Ohio an, hatte aber Pech - bei einem Sturz im Badezimmer fiel ihm ein Spiegel auf den Kopf. Die Kopfverletzung beendete seinen Wahlkampf vorzeitig. Erst zehn Jahre später siegte er und blieb bis 1999 im Amt.
Anstrengende Vorbereitung: Glenn absolvierte vor dem Flug ein hartes Trainingsprogramm. Hier bereitet er sich in einer Tauchkammer auf die Luftdruckverhältnisse bei Start und Landung vor.
Astronaut beim Arzt: Neben der physischen Gesundheit testeten die Nasa-Experten aber auch Glenns psychische Belastbarkeit. Etwa indem sie ihn in einer Dunkelkammer einsperrten. Glenn berichtete später, dass er die Zeit zum Schreiben von Gedichten genutzt habe.
Die ersten US-Raumfahrt-Kandidaten: Zusammen mit sechs weiteren Männern wird John Glenn 1959 als einer der ersten Astronauten für das "Mercury"-Programm ausgesucht. Glenn, damals 37 Jahre alt, war der älteste der Gruppe. Das Foto wurde im März 1961 in Langley Field, Virginia, aufgenommen.
Vom Soldaten zum Nationalhelden: Amerikas erster Mann im All war Soldat, nicht Wissenschaftler. Seine wichtigsten Erfahrungen für den Raumflug hatte Glenn als Kampfpilot im Zweiten Weltkrieg und in Korea gesammelt. Dieses Bild zeigt Glenn vor einem der insgesamt zehn abgebrochenen Startversuche seines Flugs am 27. Januar 1962 in Cape Canaveral.
Glenns Garderobe: Auf diesem Foto kleidet sich der Astronaut gerade ein, Teile seiner Ausrüstung liegen im Vordergrund auf dem Tisch.
Aufsteiger: Amerikas erster Astronaut neben einer Miniaturversion der "Saturn 5"-Rakete 1966 in Großbritannien. Vier Jahre zuvor hatte eine Atlas-Rakete John Glenn in die Erdumlaufbahn geschossen.
Reden, planen, fliegen: Die Vorbereitungen zum Start waren alles andere als einfach. Glenn, links, beobachtete mehrere missglückte Raketenstarts, zehnmal wurde sein eigener Raumflug abgesagt. Am 20. Februar 1962 flog er schließlich in den Orbit. Das Foto entstand einen Monat zuvor in Cape Canaveral.
Der alte Mann und das All: 1998 durfte Glenn zum zweiten Mal ins All - 36 Jahre nach seinem berühmten ersten Flug. Diesmal war er jedoch nicht allein: Sechs weitere Astronauten begleiteten den 77-Jährigen und untersuchten die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf seinen Körper. Foto vom 31. Oktober 1998.