USA: Ende des amerikanischen Traums - DER SPIEGEL
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USA Ende des amerikanischen Traums

Millionen Amerikaner haben durch die Rezession den Job verloren und sind an den Rand der Armut abgestürzt. Unter ihnen sind erstmals auch viele Familien aus der bürgerlichen Mittelschicht. Auf staatliche Hilfe dürfen sie vorerst nicht hoffen.
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Eine Obdachlose in New York: In der Millionenmetropole sind 2009 fast 100.000 Menschen durch die Finanzkrise neu verarmt. Insgesamt leben in der Wall-Street-Metropole 1,8 Millionen Bürger unterhalb der Armutsgrenze, darunter viele Familien mit Kindern.

Foto: SPENCER PLATT/ AFP
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Tiefer Fall: Pam Brown aus der Bronx arbeitete 15 Jahre lang an der Wall Street. Jetzt ist sie auf Essensmarken, Suppenküchen und Spenden von Fremden angewiesen: "Dass mir so was passieren könnte, hätte ich mir nie träumen lassen."

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Auch die Wehrlosesten leiden: Jedes vierte Kind in New York City wächst in Armut auf. Myalise, ein Jahr, und Jordan, drei Jahre, kamen jetzt mit ihrer Mutter Ined Morales (nicht im Bild) zum ersten Mal zur Suppenküche der West Side Campaign Against Hunger in Manhattan. Morales arbeitete als Empfangsdame beim Autohersteller Nissan. Seit ihre Stelle in der Rezession gekürzt wurde, muss sie mit 283 Dollar Sozialhilfe im Monat auskommen.

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Gratisessen in der Suppenküche: Fatima Veras aus der Bronx muss von Essensmarken eine sechsköpfige Familie ernähren. Seit die Kranken- und Altenpflegerin ihren Job verlor, ist sie arbeitslos und hält sich als gelegentliche Putzfrau über Wasser. Das Sozialhilfesystem ist ihr noch fremd: "Es ist zu kompliziert, und man wird schlecht behandelt."

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Supermarkt für die Ärmsten: Die West Side Campaign Against Hunger in Manhattan unterhält eine Suppenküche und einen Kramladen für Hungernde. "Wir sehen einen dramatischen Anstieg von Klienten", sagt Direktorin Doreen Wohl. "So schlimm war es in unserer 31-jährigen Geschichte noch nie. Dies ist eine wahre Krise."

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Eine Suppenküche in San Francisco: Millionen Amerikaner fielen während der Rezession aus ihrer bürgerlichen Idylle bis an den Rand der Armut - oder darüber hinaus. Viele erleben den Absturz als Demütigung, die zu begreifen ihnen schwerfällt. Aussicht auf Hilfe haben sie keine: Die Politik lässt sie im Stich.

Foto: MARCIO JOSE SANCHEZ/ ASSOCIATED PRESS
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Ein Arbeitsbeschaffungszentrum in Los Angeles: US-Arbeitslose müssen oft stundenlang warten, nur um dann zu Trainingsprogrammen und Bewerbungsgesprächen geschickt zu werden, die zu nichts führen. "Es gibt keine Arbeit", seufzt eine Betroffene. "Zu viele Leute, zu wenige Stellen."

Foto: ? Lucy Nicholson / Reuters/ REUTERS
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Schlange vor einer New Yorker Jobvermittlung: Die US-Armutsrate erreichte voriges Jahr 14,3 Prozent, 1,1 Prozentpunkte mehr als in 2008. Fast fünf Millionen Amerikaner rutschten erstmals unter die Armutsgrenze, viele aus zuvor relativ behüteten Kreisen. Die Zahl der Langzeitarbeitlosen steigt weiter. Am schwersten betroffen: Familien mit Kindern - jedes fünfte Kind in den USA lebt in Armut.

Foto: SHANNON STAPLETON/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?