USA: Verdächtige in der Vorstadt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

USA Verdächtige in der Vorstadt

Über Jahrzehnte sollen zehn Männer und Frauen die US-Politik ausspioniert haben. Sie haben sich angeblich mit falschen Pässen getarnt verschlüsselte Botschaften gesendet und Telefone abgehört. US-Ermittler waren den mutmaßlichen Agenten auf der Spur - und schlugen jetzt zu.
1 / 13

Das FBI hat jahrelang Verdächtige beobachtet, die für Russland spioniert haben sollen. Ende Juni schlugen die Behörden zu: Zehn Männer und Frauen wurden in den Bundesstaaten New York, New Jersey, Massachusetts und Virginia festgenommen. Weil neun von ihnen auch Geldwäsche zur Last gelegt wird, drohen ihnen bis zu 25 Jahre Haft. Hier eine Zeichnung aus dem Saal des Bundesgerichts in New York

Foto: Shireley SHEPARD/ AFP
2 / 13

Zwei mutmaßliche Spione lebten in Montclair, New Jersey. Sie wohnten in diesem unscheinbaren Haus - und erkundigten sich bei den Nachbarn nach guten Schulen in der Umgebung, berichteten die Anwohner der "New York Times".

Foto: JEFF ZELEVANSKY/ AFP
3 / 13

US-Reporter strömten in die Kleinstadt Montclair mit ihren rund 40.000 Einwohnern und interviewten Nachbarn. Diese erfahren nun: Das freundliche Ehepaar soll die Aufgabe gehabt haben, dem Hauptquartier des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR Bericht zu erstatten.

Foto: Rich Schultz/ AP
4 / 13

Ein weiteres Paar soll in diesem Haus in Yonkers gewohnt haben: Juan José Lazaro und seine Ehefrau Vicky Pelaez. Sie haben gemeinsam einen 17-jährigen Sohn.

Foto: Justin Lane/ dpa
5 / 13

Lazaro (r.) hat ein Geständnis abgelegt und dabei enthüllt, dass er unter falschem Namen gelebt habe - hier eine Zeichnung aus dem Gerichtssaal.

Foto: AP / Elizabeth Williams
6 / 13

Nur seine Frau Vicky Pelaez, eine peruanische Journalistin, soll unter ihrem richtigen Namen spioniert haben. Ein Demonstrant vor dem Gericht in Manhattan fordert auf diesem Schild: "Vicky sofort freilassen". Die Richter entschieden, Pelaez werde freigelassen, wenn jemand die Kaution von 250.000 Dollar zahle. Sie wird außerdem unter Hausarrest stehen und eine Fußfessel tragen müssen. Doch die US-Staatsanwaltschaft legte dagegen Berufung ein.

Foto: Louis Lanzano/ AP
7 / 13

Eine weitere Agentin - die attraktive Anna Chapman - ist nun auf dem Titel zahlreicher Zeitungen gelandet: als "Femme Fatal" des Skandals.

Foto: EMMANUEL DUNAND/ AFP
8 / 13

Chapman soll sich in einem New Yorker Buchladen in der Greenwich Street mit russischen Geheimdienstlern getroffen haben.

Foto: LILY BOWERS/ REUTERS
9 / 13

An dieser Kreuzung in Washington soll sich ein Undercover-Agent des FBI mit einem der Verdächtigen getroffen haben. Dieser mutmaßliche Spion arbeitete der "Washington Post" zufolge bei einem Reisebüro, er spricht fließend Englisch, Russisch, Spanisch und Mandarin.

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ AP
10 / 13

Einer der elf Beschuldigten war auf Zypern gefasst worden - und in diese Polizeistation in Larnaca gebracht worden. Er flüchtete jedoch, nachdem er ebenfalls gegen eine Kaution freigekommen war. Die Behörden befürchten nun, er könne sich in den türkischen Nordteil der Insel geflüchtet haben.

Foto: ANDREAS MANOLIS/ REUTERS
11 / 13

In der Woche vor der Festnahme hatte US-Präsident Barack Obama seinen russischen Kollegen Dmitrij Medwedew im Weißen Haus empfangen.

Foto: Jim Lo Scalzo/ dpa
12 / 13

Obama hatte den Kreml-Chef (l., hier mit Premierminister Putin) dabei als "Freund und Partner" bezeichnet. Medwedew sei "solide und verlässlich".

Foto: ALEXANDER ZEMLIANICHENKO/ AFP
13 / 13

Das Hauptquartier des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR: Moskau gibt sich ahnungslos.

Foto: Alexey SAZONOV/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?