V2 Die Geheimwaffe der Nazis
Kriegsbeute: Im April 1945 beschlagnahmen US-Soldaten auf dem Bahnhof von Bromskirchen eine intakte V2-Rakete. Die Flüssigstoff-Fernrakete V 2 war 14 Meter lang, 13 Tonnen schwer und hatte eine Reichweite von 380 Kilometern. Zusammen mit der Flugbombe V 1 wurde sie von der Nazi-Propaganda zur "Wunderwaffe" erklärt, mit deren Hilfe das Hitler-Regime eine Wende im Zweiten Weltkrieg erzwingen wollte.
Konstrukteur: Wernher von Braun, hier mit einem V2-Modell, gilt als Vater der Raketentechnik.
Nachbau der V2-Rakete (im Historisch-Technischen Informationszentrum Peenemünde auf der Insel Usedom): Im Auftrag des Hitler-Regimes entwickelte von Braun gemeinsam mit Klaus Riedel und Hunderten weiteren Wissenschaftlern die Raketen V1 und V2, die auf Ziele vor allem in England und Belgien abgefeuert wurden, ohne den Krieg allerdings entscheidend zu beeinflussen.
Reste des Antriebsblocks mit Brennkammer einer V2-Rakete in einem Stollen der KZ-Gedenkstätte Dora-Mittelbau: Große Teile des früheren Konzentrationslagers bei Nordhausen stehen heute unter Wasser. Tausende KZ-Häftlinge wurden bei der Herstellung der sogenannten Wunderwaffen von den Nazis ermordet.
In US-Diensten: Von Braun und wichtige Mitarbeiter wurden nach dem Krieg in die USA geholt, um Raketen für Atomwaffen und Weltraumflüge zu entwickeln. Die deutschen Raketenbauer waren ihren Kollegen aus den USA und der Sowjetunion Mitte der vierziger Jahre weit voraus.
Ziel Mond: US-Präsident John F. Kennedy und der deutsche Raketeningenieur von Braun stehen am 16. November 1963 an der Startplattform der Saturnrakete. Von Braun leitete seit 1960 das Marshall Space Flight Center.
Von Braun vor Saturn-Rakete: Das Raum-Geschoss sollte Astronauten bis zum Erdtrabanten bringen.