Valérien Ismaël: Ausgeheult - DER SPIEGEL
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Valérien Ismaël Ausgeheult

Er sollte die Wölfe aus dem Abstiegskampf führen. Doch nach vier Monaten im Amt ist für Valérien Ismaël Schluss in Wolfsburg. Es ist der zweite Rückschlag in seiner jungen Trainerkarriere.
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Aus in Wolfsburg: Nach vier Monaten im Amt hat sich der VfL von Chefcoach Valérien Ismaël getrennt. Es ist der zweite größere Rückschlag in der Trainerkarriere des 41 Jahre alten Franzosen.

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Ismaël 2002 bei Racing Straßburg. In Frankreich wurde zwar das Talent des Verteidigers erkannt, der Durchbruch gelang ihm dort jedoch nicht.

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Mit seinem Wechsel zu Werder Bremen änderte sich das. Sein Bundesligadebüt gab er am 2. August 2003 (1. Spieltag) beim 3:0-Sieg im Auswärtsspiel bei Hertha BSC.

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Mit Bremen gewann er in seiner ersten Saison sowohl den Meistertitel als auch den DFB-Pokal. Bis heute ist die Saison 2003/2004 die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte.

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Ismaël war in Bremen auf Anhieb Abwehrchef. Der Franzose kam in seinem ersten Jahr auf 32 Einsätze in der Liga und sechs im Pokal.

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Zwei Jahre spielte Ismaël für Werder. Dann, 2005, kam das Angebot vom FC Bayern. "Ich wäre verrückt, wenn ich das nicht machen würde", sagte Ismaël damals - und wechselte für 8,5 Millionen Euro nach München.

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Auch beim FC Bayern sicherte sich Ismaël (oberste Reihe, Dritter von rechts), damals 30 Jahre alt, einen Stammplatz in der Innenverteidigung. Wie in seiner ersten Saison in Bremen gewann sein Team das Double.

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Nach einem sorgenfreien ersten Jahr mit Meisterschaft und Pokalsieg folgte der Rückschlag: Am 15. August 2006 zog er sich in der Saisonvorbereitung sowohl einen Waden- als auch einen Schienbeinbruch zu, nachdem ihm einige Wochen zuvor ein gutartiger Tumor an dieser Stelle entfernt worden war. Ismaël kam in der Saison 2006/2007 nur auf eine Spielminute.

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Im Januar 2008 wechselte Ismaël zu Hannover 96, doch schon im September 2008 bekam er erneut einen Schlag auf das zwei Jahre zuvor operierte Knie. Die Folge: Wieder Schmerzen, diesmal wurde er sie nicht mehr los. Das letzte Spiel seiner Karriere bestritt er am 19. September 2008 bei der 0:4-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen.

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Ismaël ging ins Management bei Hannover 96, um sich auszuprobieren, wie er sagt. Den Weg zurück auf den Fußballplatz findet er dennoch. Am 27. November 2011 übernahm er Hannovers U23, die Mannschaft führte er auf Rang sechs. In der Folgesaison wurde 96 Vierter.

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Zur Saison 2013/2014 wechselte Ismaël innerhalb der Regionalliga Nord zur U23 des VfL Wolfsburg. Ismaël führte den Klub zur Meisterschaft, scheiterte aber in der Aufstiegsrelegation an Großaspach. Ex-Verein Hannover brach ohne den Franzosen sportlich ein und beendete die Saison auf Platz elf.

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Es folgte die erste Station im Profifußball: Ismaël wurde Cheftrainer beim 1. FC Nürnberg. Doch das ging schief, nach wenigen Monaten im Amt trennte sich der Klub im November vom damals 38-Jährigen.

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Es folgte die Rückkehr nach Wolfsburg, wo Ismaël zunächst erneut die U23 coachte, ehe er im Oktober 2016 auf Profitrainer Dieter Hecking folgte. Nach sechs Siegen aus 17 Pflichtspielen hat sich der VfL nun von ihm getrennt.

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