Fotostrecke Niederländer soll den HSV retten
Auf Bert van Marwijk ruhen jetzt die Hoffnungen beim Hamburger SV. Der 61-jährige Niederländer soll den Krisen-Club aus dem sportlichen Tal führen. Mit seiner ausgleichenden Art könnte er tatsächlich der Richtige sein, um Ruhe in den Verein zu bringen.
Ruhe - die ist beim Hamburger SV seit langem nicht mehr eingekehrt. Statt Konstanz im Verein und auf dem Platz regiert beim Bundesliga-Urgestein Chaos. Weder Vorstandsvorsitzender Carl-Edgar Jarchow (rechts) noch Sportchef Oliver Kreuzer bekommen es in den Griff.
Ein Schuldiger wurde in der Vorwoche bereits ausgemacht: Ex-Trainer Thorsten Fink. Die letzte Niederlage gegen Borussia Dortmund (6:2) war zu viel, der HSV trennte sich von ihm. Sportdirektor Kreuzer, selbst erst seit wenigen Monaten dabei, fiel die Entscheidung schwer, er ist mit Fink befreundet.
Doch am Ende musste auch Keuzer einsehen: Fink bekam die Mannschaft nicht in den Griff, weder taktisch noch menschlich. Immer wieder machten er und seine Spieler in den vergangenen Wochen Schlagzeilen.
Beim HSV wurde deshalb der reflexhafte Ruf nach einem Retter laut - Felix Magath galt als eine Option. Er war vor allem Wunschkandidat von Geldgeber Kühne. Doch Magath ließ verlauten, dass er nicht zur Verfügung stehe.
Gleiches galt auch für Markus Babbel, der zwischenzeitlich ins Gespräch gebracht worden war. Dennoch verkündete Präsident Jarchow, van Marwijk sei von Anfang an der Wunschkandidat gewesen.
Zuletzt war van Marwijk Nationaltrainer der Niederlande gewesen. Er führte Oranje 2010 zum Vizeweltmeistertitel, bei der EM 2012 jedoch schied die Elftal mit drei Niederlagen in der Gruppenphase sang- und klanglos aus. Danach trat van Marwijk zurück.