Vulkaninsel in Vanuatu Kraterkletterei im Südpazifik
Vanuatu ist ein Inselstaat im Pazifik, dessen 80 Inseln sich über 1300 Kilometer in Nord-Süd-Richtung verteilen. Ziel der Reise ist die Vulkaninsel Ambrym.
Ambrym ist ein Schildvulkan, der von dichten Regenwäldern bewachsen ist. Sie wird dominiert von einer zwölf Kilometer großen Caldera mit etlichen jüngeren Kratern.
Die vulkanische Aktivität beschert den Kindern an der Küste heiße Quellen, die das sowieso schon warme Wasser des Südpazifik auf Badewannentemperatur bringen.
John und seine Frau Sessy beherbergen gerne Gäste in ihrem Garten und organisieren Touren auf den Vulkan.
Elly Martin beim vierstündigen, kräftezehrenden Aufstieg von der Küste durch dichten Regenwald bis zur 800 Meter hoch gelegenen Caldera.
Vor Wind und Vulkanasche geschützt, schlägt das Team das Basislager für drei Tage in einem kleinen Wald am Rande der Caldera auf.
Verlässt man den Wald, fällt der Blick über die Caldera auf die beiden Krater Benbow und Marum, deren Lavaseen den aus Nebenkratern aufsteigenden Dampf rot leuchten lassen.
Der nächtliche Aufstieg zum Marum-Krater führt durch Dampf- und Rauchwolken...
...deren Schwefeldioxid-Konzentration an manchen Stellen Werte annimmt, die eine Gasmaske mit passenden Filtern lebensnotwendig machen.
Am frühen Morgen erreicht das Team den Rand des Marum-Kraters und blickt 300 Meter in die Tiefe.
Dort brodelt ein Lavasee mit 80 Meter Durchmesser, dessen Lava aus einer Magmakammer in 24 Kilometer Tiefe gespeist wird.
Michael Martin fotografiert von der äußersten Kraterkante mit einem Teleobjektiv Details im Lavasee.
Konvektion sorgt für einen immerwährenden Kreislauf von Lava. Lavaseen gehören zu den seltensten Naturphänomen weltweit. Es gibt weniger als zehn auf der Erde.
Eine längere Belichtungszeit zeigt das ganze Ausmaß des Marum-Kraters, in dem es zuletzt 1953 zu Ausbrüchen gekommen ist.
Die einsetzende Morgendämmerung zeigt nun auch die Umgebung des Marum-Kraters, dessen höchste Erhebung aus mythologischen Gründen nicht bestiegen werden darf.
Die Fotodrohne nimmt die Sanddünen aus der Luft auf, die von der Caldera zu den beiden Kratern Benbow und Marum reichen.
Am nächsten Tag bricht das Team zum Benbow-Krater auf. Um den Rückweg nachts oder bei schlechter Sicht wiederzufinden, zieht James einen drei Kilometer langen Strich in den schwarzen Sand.
Mit einer Fotodrohne gelingt Michael Martin ein Blick in den Benbow-Krater, in dem ebenfalls ein Lavasee liegt.
Dieser ist nur 150 Meter vom Kraterrand entfernt. Der Blick fällt schräg auf den Lavasee, sodass die Lava plastischer wirkt. Ab und zu brechen Teile des Kraterrands ab und stürzen in heiße Masse, wo sie sofort aufgeschmolzen werden.
Am späten Abend klettert das Team am Seil aus dem Krater und marschiert ins Basislager.