Rätsel in der Atmosphäre Venus hat den Bogen raus
Dieser gigantische Bogen bereitet Forschern Kopfzerbrechen: Er erstreckt sich als heller Streifen von der Nordpolregion über den Äquator bis zur Südpolregion der Venus. Länge: 10.000 Kilometer. Im Infrarotbild geht er von oben nach unten.
Bogen mit Starrsinn: Die Sonde "Akatsuki" hatte den Bogen im Dezember 2015 an vier aufeinanderfolgenden Tagen immer an derselben Stelle fotografiert (siehe vier kleine Fotos unten) - obwohl dort Winde mit Geschwindigkeiten von rund 360 Kilometer pro Stunde herrschen.
Vier Wochen später hatte die Sonde, hier eine Illustration, dieselbe Stelle der Venus fotografiert. Doch da war der Bogen schon wieder verschwunden - und ist seitdem nicht mehr aufgetaucht.
Radarbild der Venus: Die Wissenschaftler vermuten, dass eine bestimmte Art von Welle die Struktur erzeugt haben könnte.
Anders eingefärbtes Radarbild der Venus: Der Bogen schwebte über einer Bergregion. Möglicherweise haben bodennahe Winde, die über die Berge ziehen, den Bogen gebildet. Allerdings sind so große Strukturen ungewöhnlich. Möglicherweise sind deshalb die Wetterverhältnisse auf der Venus anders als bisher gedacht.
Venus von der Internationalen Raumstation ISS aus gesehen: Auf der Venusoberfläche herrschen recht ungemütliche Bedingungen. Der Planet hüllt sich in einen dichten Wolkenschleier, dessen Treibhauseffekt die Oberflächentemperatur auf fast 500 Grad Celsius aufheizt.