Verarmte Segge - DER SPIEGEL
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Deutschlands seltenste Pflanze So sieht die Verarmte Segge aus

Optisch ist sie eher unspektakulär - doch ihre extreme Seltenheit macht sie besonders: Von einer bedrohten Grasart gibt es in Deutschland nur noch ein einziges Exemplar in freier Wildbahn. Botanikern ist es nun gelungen, die Art nachzuzüchten. Bleibt die Frage: Wozu?
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Wissenschaftler Ralf Hand im Botanischen Garten Berlin: Der Botaniker und seine Kollegen haben die Pflanzenart Verarmte Segge erfolgreich vermehrt. Das Sauergrasgewächs galt lange Zeit in Deutschland als verschwunden. In der Roten Liste steht es in der Kategorie null ("ausgestorben oder verschollen").

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Verarmte Segge: Das Ding heißt also nicht nur so, als sei es arm dran - es ist es auch tatsächlich. Eine einzige Pflanze davon gibt es in Deutschland noch in der freien Wildbahn. Sie steht in der Nähe des kleinen rheinland-pfälzischen Ortes Echternacherbrück.

Foto: R. Hand/ Botanischer Garten/ Botanisches Museum Berlin-Dahlem
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Erhaltungskulturen des Botanischen Gartens Berlin: Die Wissenschaftler wollen weitere Pflanzen heranziehen, die irgendwann auch in die freie Natur in der Nähe des Fundorts gebracht werden sollen. Nun kann man sich fragen, was das soll. Die Gattung der Seggen ist in Deutschland mit Dutzenden Vertretern als ausgesprochen artenreich bekannt. Kommt es da auf eine Spezies an?

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Verarmte Segge: Das Aussterben einer einzelnen Art könne das Verschwinden weiterer Spezies nach sich ziehen, weil die Gemeinschaft so verbunden sei wie die Fäden eines Spinnennetzes. Insofern ist die Verarmte Segge nicht zuletzt auch ein Symbol für das Problem des Artensterbens.

Foto: R. Hand/ Botanischer Garten/ Botanisches Museum Berlin-Dahlem
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Botanisches Museum Berlin: "Wir dürfen den Schutz der Biodiversität nicht immer nur von Nationalparks in Übersee verlangen, sondern müssen uns auch selbst engagieren", fordert der Botaniker Ralf Hand.

Foto: I. Haas/ Botanischer Garten/ Botanisches Museum Berlin-Dahlem
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Männlicher Blütenstand der Verarmten Segge: Mit männlichen und weiblichen Ähren auf einer Pflanze kann sie sich selbst bestäuben. Die ersten reifen Früchte sollen im Laufe des Sommers in die Saatgutbank des Botanischen Gartens Berlin gebracht werden.

Foto: M. Meyer/ Botanischer Garten/ Botanisches Museum Berlin-Dahlem
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Rötliche Fetthenne: Auch diese Art kommt nur noch an einem Fundort in Deutschland vor. Das Aufstocken der gefährdeten Wildpopulation mit nachgezüchteten Pflanzen aus dem Botanischen Garten ist allerdings alles andere als einfach.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?